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500 Angriffe auf den ESC – Polizei schlägt Alarm

500 Cyberangriffe, Demo-Spannung, Hilfe aus Bayern: So verhinderte die Polizei beim ESC im Verborgenen Schlimmeres

18.05.2026, 15:52 Uhr

Während des Eurovision Song Contest in Wien hat es laut österreichischer Polizei etwa 500 Cyberangriffe auf das internationale Musikevent gegeben. Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen seien die Sabotageversuche jedoch erfolglos geblieben, erklärte Bundespolizeidirektor Michael Takacs. Betroffen waren demnach nicht nur die ESC-Website, sondern auch Systeme für die Zutrittskontrollen.

Bei einer Pressekonferenz sagte Takacs, die Angreifer hätten versucht, digitale Abläufe zu stören, zu verlangsamen oder ganz lahmzulegen. Zu möglichen Tätern oder Hintergründen nannte er keine Details.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betonte, oberstes Ziel der Behörden sei ein friedlicher und sicherer Ablauf des Festivals gewesen. Das sei gelungen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gab es bei den Shows, Public Viewings und Demonstrationen rund um den Wettbewerb keine gravierenden Zwischenfälle.

Spezialkräfte aus Bayern unterstützten

Nach Angaben von Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) richtete sich die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden insbesondere auf mögliche Gefahren durch islamistische Terroristen sowie gewaltbereite, iran-nahe Gruppen. Zum Schutz der zehntausenden Besucherinnen und Besucher während der ESC-Woche waren rund 3.500 Polizeikräfte aus Österreich im Einsatz. Zusätzlich halfen auch Spezialeinheiten der bayerischen Polizei, wie das Innenministerium in Wien mitteilte.

Auch soziale Netzwerke wurden von den Verfassungsschützern beobachtet. Leichtfried zufolge war während der ESC-Woche eine wachsende Polarisierung und Radikalisierung im Netz zu erkennen.

Begleitet wurde der Wettbewerb von mehreren Demonstrationen, die sich überwiegend gegen die Teilnahme Israels richteten. Kurz vor dem Finale am Samstag nahm die Polizei 14 vermummte propalästinensische Aktivisten fest, weil sie eine nicht angemeldete, wenn auch friedliche Kundgebung trotz Aufforderung nicht beendeten. Insgesamt registrierten die Behörden 16 Festnahmen im Umfeld des ESC. Unter den Festgenommenen war auch eine Person, die versuchte, eine Absperrung am Veranstaltungsgelände zu überwinden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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