Fußball

WM-Schocknacht: USA mit Balogun raus, Spanien weiter

Jetzt trifft es auch den letzten Co-Gastgeber: Spanien schickt Ronaldo in WM-Rente – und es wartet das nächste Europa-Kracherduell.

07.07.2026, 05:00 Uhr

USA scheitern nach Balogun-Skandal klar im Achtelfinale

Die von viel Pathos und auch von US-Präsident Donald Trump begleitete WM-Reise der USA ist abrupt beendet worden. Das Team verlor im Achtelfinale in Seattle verdient mit 1:4 (1:2) gegen Belgien und muss den Traum vom ersten Weltmeistertitel früh aufgeben.

Vor 66.925 Zuschauern, darunter der stark kritisierte FIFA-Präsident Gianni Infantino, zeigte der letzte verbliebene Co-Gastgeber seine bislang mit Abstand schwächste Turnierleistung. Zusätzliche Brisanz bekam die Partie durch Folarin Balogun: Der Angreifer hatte im vorherigen Spiel Rot gesehen, seine Sperre wurde vom Weltverband FIFA jedoch auf Bewährung ausgesetzt. Weil dieser Entscheidung ein Telefonat zwischen Trump und Infantino vorausgegangen war, entwickelte sich der Fall innerhalb von anderthalb Tagen zu einem der größten WM-Skandale der Fußball-Geschichte.

Balogun stand wie erwartet in der Startelf und war am einzigen US-Tor direkt beteiligt. Er holte den Freistoß heraus, den Malik Tillman von Bayer Leverkusen in der 31. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte. Belgien zeigte allerdings seine beste Turnierleistung. Charles De Ketelaere traf doppelt (9./33.), dazu erzielten Hans Vanaken (57.) und Romelu Lukaku (90.+3) die weiteren Tore.

Im Viertelfinale trifft Belgien am Freitag (21.00 Uhr/MESZ) in Inglewood bei Los Angeles auf Europameister Spanien.

Spanien besiegt Portugal und beendet Ronaldos WM-Karriere

Spanien hat Cristiano Ronaldo einen bitteren Abschied von der WM-Bühne bereitet und zugleich die eigenen Titelansprüche unterstrichen. Der Europameister setzte sich dank eines späten Treffers des eingewechselten Mikel Merino in der Nachspielzeit (90.+1) mit 1:0 (0:0) gegen Portugal durch und erreichte damit erstmals seit dem Titelgewinn 2010 wieder ein WM-Viertelfinale.

Für Ronaldo verlief sein womöglich letztes WM-Spiel enttäuschend. Der 41-Jährige blieb ohne Tor und wird seine außergewöhnliche Laufbahn damit nicht mit dem Gewinn des Weltmeistertitels krönen.

In der Runde der besten Acht trifft Spanien am Freitag auf Belgien. Portugal tritt dagegen bereits die Heimreise an.

Ob Ronaldo seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzt, ließ er auch nach dem Aus offen. Schon während des Turniers war die Mannschaft von der Frage begleitet worden, ob Portugal mit oder ohne den inzwischen in Saudi-Arabien spielenden mehrfachen Weltfußballer stärker ist.

Spanien steht im Viertelfinale der WM.

Portugals Nationaltrainer hört nach WM-Aus auf

Roberto Martínez ist nach dem Aus im Achtelfinale nicht länger Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft. „Es stimmt, dass dies mein letztes Spiel für die portugiesische Nationalmannschaft ist“, sagte der 52-Jährige unmittelbar nach dem 0:1 gegen Spanien. „Es ist das Ende eines Zyklus. Ich nehme die Erinnerungen mit und hoffe, dass auch die Portugiesen diese dreieinhalb Jahre in guter Erinnerung behalten werden.“

Martínez hatte den Posten Anfang 2023 übernommen und führte Portugal 2025 zum Gewinn der Nations League. Insgesamt betreute er die Seleção in 45 Spielen. Bei seiner einzigen Weltmeisterschaft mit Portugal war nun bereits im Achtelfinale Schluss – besiegelt durch Merinos Treffer tief in der Nachspielzeit.

Hört auf als Portugals Nationaltrainer: Roberto Martínez.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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