Fußball

Eklat: Senatorin aus Paraguay hetzt gegen Mbappé

Mbappé rassistisch attackiert: Eine Senatorin aus Paraguay entgleist völlig – und Paris schlägt scharf zurück.

06.07.2026, 20:18 Uhr

Rassistische Beleidigungen gegen Mbappé nach Frankreichs Sieg über Paraguay

Frankreichs Starspieler Kylian Mbappé ist nach dem emotionalen WM-Achtelfinale gegen Paraguay Ziel rassistischer Angriffe geworden. Auslöser war ein Beitrag der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla de Boccia auf der Plattform X, in dem sie den Angreifer massiv beleidigte und mit offen rassistischen Formulierungen attackierte.

Im Spiel selbst, das Frankreich am Samstag gegen den Deutschland-Bezwinger Paraguay mit 1:0 für sich entschied, war Mbappé immer wieder hart angegangen worden. Der 27-Jährige suchte jedoch ebenfalls mehrfach die Konfrontation. Nach dem Abpfiff verweigerte er Paraguays Torhüter Orlando Gill den Handschlag und jubelte stattdessen mit einer provokanten Geste. Gill reagierte darauf, indem er Mbappé den Ball an den Rücken warf.

Kurz danach verschärfte Amarilla de Boccia ihre Angriffe in sozialen Netzwerken noch einmal. Auf Instagram bezeichnete sie Mbappé unter anderem in herabwürdigender und rassistischer Weise als "kolonisierten Kameruner" und warf ihm Arroganz, Minderwertigkeitskomplexe und Nervosität vor. Zudem behauptete sie, Frankreich habe nur mit Glück gewonnen, und schrieb, viele Paraguayer würden ihrer Mannschaft lediglich vorhalten, Mbappé nach dem Spiel nicht körperlich angegangen zu haben.

Deutliche Antwort aus Frankreich

Mbappé reagierte öffentlich und scharf auf die Aussagen der Politikerin. Auf X schrieb der französische Kapitän, sie sei "eine verachtenswerte Frau" und ihres Amtes nicht würdig. Zugleich betonte er, Amarilla de Boccia stehe nicht für das Paraguay, das während der gesamten Weltmeisterschaft Leidenschaft und Ehre gezeigt habe.

WM 2026 - Paraguay - Frankreich
Orlando Gill (l) und Kylian Mbappé werden wohl keine Freunde mehr. Quelle: Tom Weller/dpa

Weiter erklärte Mbappé, durch ihren "schamlosen Rassismus" und ihre Unwissenheit werde die sportliche Leistung Paraguays in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen vermittle sie der Welt das schlechtestmögliche Bild ihres Landes. Er kündigte an, Menschen wie ihr niemals freien Raum zu lassen, Hass und Rassismus zu verbreiten.

Auch aus der französischen Politik kam umgehend Kritik. Sportministerin Marina Ferrari verurteilte die Entgleisungen der Senatorin ebenfalls auf X. Die Aussagen seien "abscheulich", "unwürdig" und besonders inakzeptabel, weil sie von einer politischen Verantwortungsträgerin stammten. Wer Mbappé angreife, so Ferrari, greife zugleich jene Werte an, für die Frankreich stehe: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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