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Flut-Drama in China: Tote und Vermisste

Tote, Vermisste, neue Unwetter: In mehreren Regionen Chinas eskaliert die Lage – und vom Pazifik droht schon die nächste Gefahr.

07.07.2026, 07:21 Uhr

Unwetter in China fordern Todesopfer und Vermisste

Heftige Regenfälle und Unwetter haben in mehreren Regionen Chinas schwere Schäden angerichtet. In der zentralchinesischen Provinz Hubei kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes mindestens elf Menschen ums Leben, eine weitere Person wurde vermisst. Chinesischen Staatsmedien zufolge wurden zudem mindestens 275 Menschen verletzt. Besonders der Osten der Provinz war in der Nacht zum Dienstag von schweren Stürmen betroffen. Hunderte Einwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Zu den Unwettern in Hubei gehörte auch ein Tornado. In der Stadt Huanggang liefen nach dem Wirbelsturm Rettungs- und Aufräumarbeiten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Auch im Nordwesten des Landes sorgten die Regenmassen für gefährliche Situationen. Im Kreis Tanchang in der Provinz Gansu kamen laut Staatsfernsehen bei einem Erdrutsch mindestens fünf Menschen ums Leben, zwölf weitere wurden noch vermisst. Die Bergungs- und Rettungsarbeiten dauerten zunächst an.

Weitere Todesfälle in Guangxi

Präsident Xi Jinping wies die Behörden an, alle verfügbaren Kräfte für Rettungseinsätze und die medizinische Versorgung der Verletzten zu mobilisieren. Bereits einen Tag zuvor hatte ein Dammbruch an einem Stausee in Südchina die höchste Hochwasserwarnstufe ausgelöst. Am Montag brach am Liulan-Stausee in Hengzhou in der Region Guangxi ein Damm, wodurch weite Gebiete überflutet wurden. Nach jüngsten offiziellen Zahlen starben dabei vier Menschen, acht weitere wurden vermisst. Zehntausende Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Seit dem Wochenende hatten Ausläufer eines Tropensturms in Guangxi für anhaltenden Starkregen gesorgt. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos von sturzflutartigen Überschwemmungen. Für Dienstag galten weitere Regen- und Unwetterwarnungen unter anderem für Teile der Nachbarprovinz Guangdong sowie für Anhui, Jiangsu, Shandong, Liaoning und Jilin, wie die chinesische Wetterbehörde mitteilte.

Supertaifun „Bavi“ im Anmarsch

Schwere Überschwemmungen treten in China während der Sommermonate regelmäßig auf. In diesem Jahr rechnen Meteorologen wegen des Klimaphänomens El Niño mit einer erhöhten Gefahr extremer Wetterlagen. Beobachtet wird zudem seit einigen Jahren, dass sich das Regenband weiter nach Norden verlagert und dadurch auch sonst eher trockene Gebiete wie die Region um Peking stärker betroffen sind.

Die Wetterlage dürfte vorerst angespannt bleiben. Aus dem Pazifik steuert Taifun „Bavi“ auf den Südosten Chinas zu. Wegen Spitzenböen von deutlich mehr als 200 Kilometern pro Stunde gilt der Sturm derzeit als Supertaifun. Nach Angaben der Wetterbehörde in Taiwan könnte „Bavi“ am Samstagvormittag Ortszeit auf die Insel treffen. Chinesische Meteorologen erwarten, dass der Sturm wenige Stunden später am Nachmittag das Festland erreicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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