Fußball

WM-Nacht im Fokus: Dankert im Finale, Milei sagt ab

Ein Deutscher steht doch im WM-Finale – und Argentiniens umstrittene Aktion sorgt weiter für Wirbel. Was jetzt droht.

17.07.2026, 05:00 Uhr

Deutscher VAR beim WM-Finale im Einsatz

Beim WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien wird doch ein Deutscher beteiligt sein: Die FIFA hat Bastian Dankert als Video-Assistenten für das Finale am Sonntag in East Rutherford angesetzt (21.00 Uhr MESZ, ZDF und MagentaTV). Der 46-Jährige unterstützt den slowenischen Referee Slavko Vincic, der erstmals ein WM-Finale leitet.

Argentiniens Präsident Javier Milei wird dagegen nicht vor Ort sein. Nach dem Halbfinale gegen England sorgt außerdem die politische Geste der argentinischen Mannschaft weiter für Diskussionen. Das waren die wichtigsten Themen der WM-Nacht:

Falklandinseln fordern Konsequenzen von der FIFA

Nach dem Halbfinalsieg Argentiniens gegen England hat die Regierung der Falklandinseln den Weltverband zum Eingreifen aufgefordert. In einer Mitteilung hieß es, man erwarte, dass die FIFA ihr Versprechen einhalte, Politik aus dem Sport herauszuhalten, und entsprechendes Verhalten nach den eigenen Regeln bestrafe.

Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 in Atlanta auf dem Rasen ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ präsentiert. Auch das Parlament der Inselgruppe im Südatlantik wandte sich mit einem offenen Brief an die Disziplinarkommission der FIFA. Zuvor hatte bereits die britische Regierung eine Untersuchung verlangt.

Da politische Botschaften rund um WM-Spiele laut FIFA-Regeln untersagt sind, könnte dem argentinischen Team nun ein Verfahren drohen. Der Weltverband kündigte an, den Spielbericht durch die Disziplinarkommission prüfen zu lassen. Großbritannien und Argentinien hatten 1982 im Falkland-Krieg einen bewaffneten Konflikt um die Inseln ausgetragen.

Javier Milei
Argentiniens Präsident verzichtet auf einen Finalbesuch – aus Aberglauben. (Archivbild) Quelle: Kena Betancur/AP/dpa

Milei bleibt dem Finale fern – aus Aberglauben

Argentiniens Präsident Javier Milei wird das Finale gegen Spanien nicht im Stadion verfolgen. Auf die Frage, ob er zum Endspiel in die USA reisen werde, antwortete er im Radiosender „El Observador“ klar: „Nein, auf keinen Fall.“

Stattdessen will er die Partie wie die bisherigen Spiele der Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus anschauen.

Milei begründete seine Entscheidung mit seiner persönlichen Glücksroutine. Dazu gehört unter anderem, bei den Spielen immer dieselbe Jacke zu tragen. Beim Achtelfinale gegen die Schweiz habe er sie kurz ausgezogen. „Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und seitdem habe ich sie nicht mehr ausgezogen“, sagte der Präsident.

Kane nach Halbfinal-Aus tief enttäuscht

Englands Kapitän Harry Kane hat sich nach dem verpassten Einzug ins Finale emotional an die Fans gewandt. Bei X schrieb der 32 Jahre alte Stürmer des FC Bayern, keine Worte könnten derzeit dieses Gefühl der Leere beschreiben.

Zugleich verwies Kane auf die großen Erwartungen an das Team: Seit Jahren sei England nah dran, doch erneut habe das entscheidende letzte Stück gefehlt. Durch das 1:2 gegen Argentinien verpasste die Auswahl den erhofften zweiten WM-Titel nach 1966.

Damit scheiterte England wie schon 2018 wieder im Halbfinale. Bei der WM 2022 war bereits im Viertelfinale Schluss.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen