TSV 1860 startet mit ersten Neuzugängen in die Regionalliga-Zukunft
Der TSV 1860 München hat nach der Gründung seiner neuen Spielbetriebs-GmbH den ersten Spieler für die kommende Saison verpflichtet. Wie der Club bekanntgab, wird Mittelfeldmann Tunay Deniz künftig für die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH auflaufen. Der 32-Jährige unterschrieb zunächst einen Vertrag bis zum Ende der Saison.
Der Verein wertete die Verpflichtung als wichtiges Signal für den personellen Neuaufbau vor der Spielzeit 2026/27. In der Mitteilung war von einem besonderen und historischen Schritt die Rede. Die Münchner "Löwen" treten nach dem Absturz künftig in der Regionalliga an.
Bell kommt als zweiter Neuer
Deniz war bereits in der vergangenen Saison für 1860 im Einsatz und kam auf zehn Partien, bevor ihn im Spiel gegen Energie Cottbus eine schwere Knieverletzung stoppte. Inzwischen arbeitet der gebürtige Berliner mit einem Individualtrainer an seinem Comeback und an der Rückkehr ins Mannschaftstraining.
Kurz nach ihm präsentierte der Club bereits den nächsten Zugang: Julian Bell wechselt zu den Münchnern. Der 23 Jahre alte Außenverteidiger, der schon im Nachwuchsleistungszentrum der Löwen ausgebildet wurde, kommt von Chemie Leipzig aus der Regionalliga Nordost und erhielt einen Vertrag bis 2028.
Neustart nach dem Absturz
Die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. hatte mit Blick auf die erwartete Insolvenz der KGaA die Gründung einer neuen Gesellschaft für den Spielbetrieb beschlossen. Diese soll künftig den Profifußball beim Traditionsverein organisieren und den Neustart in der vierten Liga umsetzen.

Nach dem Zwangsabstieg beginnt für 1860 die neue Regionalliga-Saison nach einem spielfreien ersten Wochenende am 1. August mit einem Auswärtsspiel beim 1. FC Schweinfurt 05. Das Stadtduell gegen den FC Bayern München II ist für den 17. Oktober in München angesetzt.
Hintergrund des Absturzes ist die verweigerte Lizenz für die 3. Liga. Ausschlaggebend war, dass Investor Hasan Ismaik eine zugesagte Finanzierung nicht einhielt. Nun soll der sportliche und strukturelle Neuaufbau starten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber