Bayern

Nach Verboten: Münchens Wasserverbrauch sinkt

Wegen Wassermangels greift München hart durch: Pools, Gärten, Autowäsche tabu. Senken die Verbote den Verbrauch wirklich?

17.07.2026, 04:15 Uhr

Nach dem Inkrafttreten der Münchner Sparvorgaben ist der Trinkwasserverbrauch in der Stadt deutlich zurückgegangen. Wie ein Sprecher der Stadtwerke auf Anfrage mitteilte, lag der Verbrauch am Mittwoch bei weniger als 330 Millionen Litern und damit wieder auf einem üblichen Niveau.

An den heißen Tagen Ende Juni waren noch rund 400 Millionen Liter pro Tag verbraucht worden. Hintergrund war ein außergewöhnlich trockenes Frühjahr, in dem sich nur wenig neues Trinkwasser bilden konnte.

Die Stadt München hatte deshalb am Dienstag per Allgemeinverfügung Maßnahmen zum Wassersparen angeordnet. Seitdem dürfen private Swimmingpools nicht mehr befüllt, Rasenflächen nicht mehr bewässert und Wasser nicht mehr aus Seen oder Flüssen entnommen werden. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Die Vorgaben gelten nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch in sieben Nachbargemeinden, die ebenfalls von den Stadtwerken München versorgt werden: Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching.

Noch keine Entwarnung

Nach Angaben der Stadtwerke deutet der Rückgang des Verbrauchs "auf jeden Fall auf ein verändertes Nutzungsverhalten hin". Allerdings sei nicht eindeutig festzustellen, ob dies vor allem auf die neuen Verbote oder auch auf den durch einzelne Niederschläge gesunkenen Bedarf zurückzuführen sei.

Die städtische Task Force zum Wassersparen will die Entwicklung des Verbrauchs und die Lage bei der Wassergewinnung daher weiter genau beobachten. Falls nötig, könnten die Maßnahmen angepasst werden. Nach Angaben der Stadt gelten die Verbote zunächst bis zum 1. August, sofern sie nicht vorher aufgehoben werden. Sollte die Trockenheit anhalten, ist auch eine Verlängerung möglich.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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