Fußball

WM-Krimi nachts: England und Argentinien im Halbfinale

Traum-Halbfinale? England und Argentinien wackeln sich ins WM-Duell – und ein Detail sorgt schon vorab für Wirbel.

12.07.2026, 05:51 Uhr

England und Argentinien stehen im WM-Halbfinale

England und Argentinien haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft das Halbfinale erreicht. Die Engländer besiegten Norwegen im ersten Viertelfinale nach Verlängerung mit 2:1 (1:1, 1:1). Matchwinner war Jude Bellingham, der beide Treffer für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel erzielte.

Im zweiten Spiel setzte sich Titelverteidiger Argentinien mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Schweiz durch. Die Südamerikaner spielten dabei nach einer Roten Karte für die Eidgenossen in Überzahl. Im Halbfinale treffen England und Argentinien nun am Mittwoch um 21.00 Uhr MESZ in Atlanta aufeinander.

Argentinien zittert lange gegen die Schweiz

Lionel Messi blieb diesmal ohne eigenen Treffer, dennoch darf Argentinien weiter vom nächsten WM-Titel träumen. Nach zuvor neun WM-Partien in Serie mit mindestens einem Tor endete die außergewöhnliche Serie des Kapitäns ausgerechnet im Viertelfinale gegen die Schweiz.

Dabei hatte Messi den Führungstreffer noch entscheidend eingeleitet: Seine Ecke verwertete Alexis Mac Allister bereits in der 10. Minute zum 1:0. Vor 69.045 Zuschauern in Kansas City glich Dan Ndoye in der 67. Minute für die Schweiz aus.

Für die Entscheidung sorgten dann Julián Álvarez mit einem sehenswerten Treffer in der 112. Minute sowie Lautaro Martínez in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+1).

Ein Wendepunkt der Partie war die 72. Minute: Breel Embolo sah nach einem VAR-Eingriff Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. Die zunächst gegen Leandro Paredes gezeigte Verwarnung wurde zurückgenommen, stattdessen musste der Schweizer vom Platz.

WM 2026 - Norwegen - England
Da oben war das Problem: Norwegens Sportkoordinator Brede Hangeland (l) beschwert sich bei den Schiedsrichtern. Quelle: Nick Potts/PA Wire/dpa

Tuchel trotz Sieg kritisch

England darf weiter auf den zweiten WM-Titel nach 1966 hoffen. Gegen Norwegen tat sich das Team von Thomas Tuchel jedoch schwer. Andreas Schjelderup brachte die Skandinavier vor 64.478 Zuschauern in Miami mit einem sehenswerten Treffer in der 36. Minute in Führung.

Kurz vor der Pause gelang Jude Bellingham der Ausgleich (45.+2). In der Verlängerung traf der frühere Dortmunder erneut und sorgte in der 93. Minute für die Entscheidung.

Trotz des Einzugs ins Halbfinale zeigte sich Tuchel mit dem Auftritt seiner Mannschaft unzufrieden. Er kritisierte die Spielweise deutlich und sprach von zu vielen technischen Fehlern, fehlendem Tempo und davon, dass England an diesem Abend auch Glück gehabt habe.

Diskussionen um Englands Ausgleich

Für Gesprächsstoff sorgte beim 1:1 ein mögliches Eingreifen eines Kamerakabels. Die Norweger waren der Ansicht, der Ball habe vor Bellinghams Treffer ein über dem Spielfeld gespanntes Kabel berührt und dadurch seine Flugbahn verändert. Sie verlangten deshalb eine Unterbrechung und Schiedsrichterball.

Die FIFA widersprach noch während der Begegnung. Nach Angaben des Weltverbands hätten die technischen Daten keinen Kontakt zwischen Ball und Kabel gezeigt. Auch der im Ball verbaute Sensor habe keinen entsprechenden Ausschlag registriert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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