Hüning kritisiert Futkeu nach verpasstem Aufstieg scharf
Nach der verlorenen Relegation zur 2. Fußball-Bundesliga hat sich Ben Hüning von Rot-Weiss Essen deutlich über Noel Futkeu von Greuther Fürth beschwert. Zwischen beiden hatte es bereits im Hin- und Rückspiel intensive und harte Duelle gegeben. Besonders Futkeus Verhalten nach dem 1:0 in der 29. Minute am Dienstagabend brachte Hüning auf die Palme.
Im Gespräch mit Sky bezeichnete der Essener Verteidiger das Auftreten des Fürther Angreifers als völlig unangebracht. Aus seiner Sicht habe Futkeu mit seinem Jubel und seinem Verhalten nach dem Treffer die Grenze überschritten. Respekt untereinander sei im Fußball aus Hünings Sicht unverzichtbar. Offenbar hatte Futkeu nach dem Tor etwas in Hünings Richtung gesagt und war anschließend an der Essener Bank vorbeigelaufen.
Hitzige Szenen bis nach dem Abpfiff
Trotz der Auseinandersetzungen sprach Hüning zunächst von einem starken und intensiven Duell zwischen beiden. Alles, was danach passiert sei, wertete er jedoch als unsportlich.
Futkeu selbst wollte die Diskussion nicht weiter anheizen. Der Stürmer, der künftig für Eintracht Frankfurt spielt, verwies lediglich darauf, dass auch das Hinspiel seine Vorgeschichte gehabt habe. Mehr wollte er zu Hüning nicht sagen. Für ihn zählte vor allem der erfolgreiche Klassenerhalt.
Tumulte nach Spielende
Das Rückspiel entwickelte sich zum Ende hin zu einer äußerst emotionalen Angelegenheit. Nach dem Schlusspfiff kam es rund um Essens Ruben Reisig zu einer Rudelbildung. Zudem schubste der herbeigeeilte frühere Fürther Dickson Abiama den Kleeblatt-Spieler Paul Will, der daraufhin zu Boden ging.

Bei Rot-Weiss Essen überwog anschließend die Enttäuschung. Einige Spieler konnten ihre Tränen nicht zurückhalten. Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel hatten die Essener berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg, der erste in die 2. Bundesliga seit 19 Jahren wäre.
Enttäuschung in Essen, aber auch Stolz
Hüning, der RWE überhaupt erst mit seinem späten Treffer in die Relegation gebracht hatte, beschrieb seinen Gemütszustand nach dem Aus als "komplett leer". Torhüter Jakob Golz sprach von einem extrem schmerzhaften Abend.
Trainer Uwe Koschinat hob trotz allem die Leistung seiner Mannschaft hervor. Der Verein habe mit seinem Auftreten bundesweit Eindruck hinterlassen. Wenn die erste Enttäuschung verarbeitet sei, werde genau das in Erinnerung bleiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion