Fußball

Trainer-Hammer in Wolfsburg: Tobias Strobl übernimmt

Wolfsburg hat nach dem Abstieg einen neuen Coach – und mit dieser überraschenden Wahl rechnete kaum jemand.

03.06.2026, 17:27 Uhr

VfL Wolfsburg verpflichtet Tobias Strobl als neuen Cheftrainer

Der VfL Wolfsburg hat nach dem Abstieg aus der Bundesliga einen neuen Trainer präsentiert: Tobias Strobl übernimmt bei den Niedersachsen und unterschreibt einen Vertrag bis zum Sommer 2028. Der 38-Jährige wechselt gegen eine Ablösesumme vom SC Verl nach Wolfsburg.

Wie das künftige Trainerteam zusammengesetzt sein wird, will der Verein in Kürze bekanntgeben. Strobl hatte Verl in der vergangenen Saison auf Rang sechs der 3. Liga geführt.

Strobl freut sich auf die Aufgabe in Wolfsburg

In einer Mitteilung des Vereins erklärte Strobl, die Gespräche mit Dieter Hecking und Pirmin Schwegler seien von Beginn an sehr positiv verlaufen. Dadurch habe er schnell das Gefühl gehabt, dass die Zusammenarbeit passe. Die Herausforderung beim VfL bezeichnete er als besonders reizvoll, vor allem mit Blick darauf, etwas Neues aufzubauen.

Strobl tritt die Nachfolge von Dieter Hecking an. Dieser war nach der verlorenen Relegation gegen den SC Paderborn zum Sport-Geschäftsführer aufgestiegen und hatte anschließend die Suche nach einem neuen Coach geleitet. Lange war Alexander Blessin vom FC St. Pauli als Wunschkandidat gehandelt worden. Letztlich fiel die Wahl jedoch auf Strobl, nicht zuletzt wegen seiner offensiven und mutigen Spielidee.

Hecking hebt Strobls Qualitäten hervor

Hecking beschrieb den neuen Trainer als sehr energiegeladen und betonte, dass Strobl trotz seines vergleichsweise jungen Alters bereits viel Erfahrung mitbringe. Besonders hob er dessen Fähigkeit hervor, junge Spieler weiterzuentwickeln und Teams zu formen. Gerade an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich habe Strobl in der Vergangenheit überzeugende Arbeit geleistet.

Der gebürtige Bayer war zuvor unter anderem beim 1. FC Schweinfurt 05 sowie bei der zweiten Mannschaft des FC Augsburg tätig, bevor er 2025 nach Verl ging. Zuletzt war sein Name auch bei Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC im Gespräch.

Wolfsburg war in der vergangenen Woche nach fast 30 Jahren aus der Bundesliga abgestiegen. Zwar landete der VfL in der Abschlusstabelle noch vor dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim, scheiterte aber anschließend in der Relegation am SC Paderborn. Die Ostwestfalen kehren damit zur neuen Saison in die Bundesliga zurück. Trotz des Abstiegs zählt Wolfsburg wegen seiner finanziellen Möglichkeiten zu den Topkandidaten für den direkten Wiederaufstieg.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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