Lizenzsorgen beim TSV 1860: Weiter Unklarheit über die Zukunft
Im Streit um einen möglichen Zwangsabstieg des TSV 1860 München herrscht weiterhin keine Klarheit. Der Drittligist musste seine für die Lizenzerteilung erforderlichen Finanzunterlagen am heutigen Tag bis 17.00 Uhr beim Deutschen Fußball-Bund einreichen. Unmittelbar danach gab es weder vom Club noch vom Investor Hasan Ismaik eine öffentliche Erklärung.
Der DFB äußert sich während des laufenden Zulassungsverfahrens grundsätzlich nicht zu einzelnen Vereinen. Ein Sprecher der Münchner hatte zuvor lediglich angekündigt, man werde sich „zu gegebener Zeit“ äußern. Währenddessen warteten Anhänger des Vereins trotz Regens vor der Geschäftsstelle in der Grünwalder Straße 114 und sorgten sich um die Zukunft der „Löwen“. Vertreter der Vereinsführung zeigten sich dort nicht.
Nachweis der Zahlungsfähigkeit entscheidend
1860 musste fristgerecht belegen, dass der Club finanziell handlungsfähig ist. Berichten zufolge fehlten zuletzt 2,7 Millionen Euro, um die Lizenz zu sichern. Nachdem Ismaik bereits zugesagte Darlehensverträge zurückgezogen und den e.V. mit zusätzlichen Forderungen unter Druck gesetzt hatte, schien eine Einigung zuletzt dennoch wieder möglich.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, schrieb Ismaik, er gehe davon aus, dass 1860 in der 3. Liga bleiben werde und alle Beteiligten intensiv daran arbeiteten. Einen erneuten Absturz in die vierte Liga hoffe er zu vermeiden.
Der jordanische Investor ist seit 2011 bei 1860 München engagiert. Die Mannschaft hatte die abgelaufene Saison in der 3. Liga auf dem achten Platz beendet. Bereits 2017 hatte Ismaik nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die notwendige Zahlung von rund zehn Millionen Euro für die Drittliga-Lizenz verweigert. In der Folge musste der Traditionsverein in der Regionalliga neu anfangen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion