Fußball

Fake-Maskottchen: «Alles nur investigativer Journalismus?»

Als EM-Maskottchen tarnte er sich bis zu den Stars – jetzt steht der YouTuber vor Gericht und verteidigt den Coup ohne Reue.

13.05.2026, 10:12 Uhr

Prozess gegen Marvin Wildhage in München

Der YouTuber Marvin Wildhage hat seine Aktion beim EM-Eröffnungsspiel vor dem Amtsgericht München als investigativen Journalismus verteidigt. Zum Auftakt des Prozesses sagte der 29-Jährige, es sei seine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen und diese öffentlich zu machen.

Wildhage ist wegen Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen angeklagt. Gegen einen entsprechenden Strafbefehl hatte er zuvor Einspruch eingelegt, weshalb der Fall nun in einer Hauptverhandlung verhandelt wird.

Im Juni 2024 war es ihm beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Schottland gelungen, sich mit einem gefälschten EM-Maskottchen-Kostüm und manipulierten Akkreditierungen unbefugt Zutritt zu verschaffen. Dabei hielt er sich direkt am Spielfeldrand und zeitweise sogar auf dem Platz auf.

Vor Gericht erklärte Wildhage, sein Ziel sei es gewesen, zu überprüfen, ob das Sicherheitskonzept im Stadion tatsächlich standhalte. Auf der Anfahrt habe er nach eigenen Worten sogar gehofft, dass der Versuch scheitern würde.

Die aufwendigen Vorbereitungen der Aktion und die Ereignisse am Spieltag veröffentlichte er später in einem Video, das inzwischen mehr als 3,1 Millionen Aufrufe erreicht hat. Nach seiner Einlassung zogen sich die Verfahrensbeteiligten zunächst zu einem Rechtsgespräch zurück.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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