Bayern

AOK: So sinken Infarkte in Bayern

Eine Stadt in Bayern überrascht bundesweit – doch ausgerechnet bei anderen Krankheiten schlagen die Daten jetzt Alarm.

13.05.2026, 09:33 Uhr

Die Zahl der Herzinfarkte in Bayern ist nach Angaben der AOK in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Besonders auffällig: Rosenheim verzeichnete zuletzt sogar den niedrigsten Wert im bundesweiten Vergleich. Bei anderen Erkrankungen, die das Herzinfarktrisiko erhöhen, zeigt sich jedoch ein weniger erfreulicher Trend.

Weniger Herzinfarkte in Bayern

Wie die Krankenkasse unter Verweis auf aktuelle Daten für das Jahr 2024 mitteilte, sank die Zahl der Herzinfarktfälle im Freistaat zwischen 2017 und 2024 von 30.400 auf 26.700. Das entspricht einem Rückgang um rund 3.700 Fälle.

Auch die Quote bezogen auf 100.000 Einwohner ab 30 Jahren ging zurück: von 340 auf 290 Fälle. Damit liegt Bayern im bundesweiten Vergleich zusammen mit Sachsen und Berlin auf dem zweiten Platz. Den besten Wert erreicht Hamburg mit 270 Fällen je 100.000 Einwohner über 30 Jahre, während Thüringen mit 370 das Schlusslicht bildet. Für Rosenheim weist der Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK sogar nur 180 Fälle je 100.000 Menschen aus.

Deutliche Unterschiede nach Alter und Geschlecht

Die Auswertung macht außerdem deutlich, dass das Risiko mit zunehmendem Alter stark steigt. Zudem gibt es laut AOK klare Unterschiede zwischen Männern und Frauen. In sämtlichen Altersgruppen werden Herzinfarkte bei Männern deutlich häufiger registriert.

Zuletzt lag die Rate bei bayerischen Männern bei 410 Fällen je 100.000 Einwohner, bei Frauen dagegen nur bei 180 je 100.000.

Risikofaktoren entwickeln sich ungünstig

Sorge bereitet der AOK allerdings die Entwicklung bei Erkrankungen, die Herzinfarkte begünstigen. So nahm der Anteil der Menschen mit Typ-2-Diabetes in Bayern unter den über 20-Jährigen von 9,7 Prozent im Jahr 2017 auf 10,3 Prozent im Jahr 2024 zu.

Auch beim Bluthochdruck zeigt der Trend nach oben: Hier stieg der Anteil der Betroffenen in der Bevölkerung ab 20 Jahren von 26,6 Prozent auf 27,9 Prozent.

Grundlage der Berechnungen

Die AOK stützt ihre Analyse auf die Daten ihrer Versicherten und rechnete diese auf die jeweilige Wohnbevölkerung in Kreisen, kreisfreien Städten und Bundesländern hoch. In Bayern sind nach Angaben der Krankenkasse knapp 4,6 Millionen Menschen bei der AOK versichert. Damit ist sie die mit Abstand größte Kasse im Freistaat.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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