Fußball

EM-Start: Maskottchen-Panne endet vor Gericht

Er schmuggelte sich als Fake-Maskottchen bis an den EM-Rasen – jetzt erlebt der YouTuber den nächsten Schock vor Gericht.

13.05.2026, 03:30 Uhr

Prozess gegen YouTuber Marvin Wildhage in München

Der YouTuber Marvin Wildhage muss sich heute ab 9.30 Uhr vor dem Amtsgericht München verantworten. Hintergrund ist seine Aktion beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft, bei der er sich als falsches Maskottchen Zugang zum Stadion verschafft haben soll. Vorgeworfen werden ihm Urkundenfälschung sowie das Erschleichen von Leistungen. Gegen einen zuvor erlassenen Strafbefehl hatte der für seine Prank-Videos bekannte Influencer Einspruch eingelegt, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kommt.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll Wildhage im Juni 2024 beim EM-Auftaktspiel zwischen Deutschland und Schottland mit einem gefälschten Kostüm und falschen Akkreditierungen unbefugt bis an den Spielfeldrand und teilweise sogar auf den Rasen gelangt sein.

Wollte er auf Sicherheitsprobleme aufmerksam machen?

Die Vorbereitung der Aktion und die Ereignisse am Spieltag dokumentierte Wildhage in einem Video, das inzwischen mehr als 3,1 Millionen Aufrufe verzeichnet. Darin erklärt er – ebenso wie in einem späteren Beitrag –, dass er mit dem Stunt Schwachstellen in den Sicherheitsvorkehrungen der UEFA offenlegen wollte.

Im Falle einer Verurteilung drohen ihm eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe. Nach Angaben eines Gerichtssprechers kann die zuständige Richterin in diesem Verfahren eine Strafe von bis zu zwei Jahren Haft verhängen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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