Sport

Kurioser Grund: Dopingsperre für Handballer verlängert

Wegen eines Legendenspiels droht Nils Kretschmer noch mehr Ärger. Warum sein Ex-Club widerspricht – und was jetzt folgt.

13.05.2026, 10:16 Uhr

Die Dopingsperre gegen den früheren Handball-Profi Nils Kretschmer ist um ein weiteres Jahr ausgedehnt worden. Das bestätigte die Deutsche Handball-Liga (HBL) der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten bereits die Bild und die Sächsische Zeitung darüber berichtet.

Kretschmer war nach einem positiven Test auf Testosteron im September 2024 zunächst für den Zeitraum von März 2025 bis zum 11. Dezember 2027 gesperrt worden. Den Vorfall hatte der Ex-Spieler des TV Großwallstadt später als den „größten Fehler meines Lebens“ bezeichnet.

Auslöser für die nun verlängerte Sperre war ein Auftritt des 33-Jährigen am 14. Februar bei einem Legendenspiel seines früheren Vereins HC Elbflorenz in Dresden. Die HBL wertete die Teilnahme als Verstoß gegen das Wettkampfverbot während der Sperre und setzte das Ende der Sanktion deshalb auf den 11. Dezember 2028 fest.

Club bewertet Spiel anders als die Liga

Der HC Elbflorenz teilt diese Sichtweise nicht. Nach Angaben des Zweitligisten sei das Legendenspiel Teil eines Jubiläumsprogramms gewesen und nicht mit einem regulären Spielbetrieb oder offiziellen Wettbewerb gleichzusetzen. Zugleich erklärte der Verein, die Entscheidung der zuständigen Stellen zu akzeptieren. Man bedaure die entstandene Situation, besonders mit Blick auf Kretschmer persönlich.

Kretschmer selbst äußerte sich auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung knapp und sagte, dazu gebe es für ihn bislang nichts zu sagen. Der langjährige Dresdner, der neun Jahre für den Club spielte, ist inzwischen auch als Handball-Influencer bekannt und hat bei Instagram mehr als 420.000 Follower.

Bereits im Februar hatte er dem Magazin Handball World gesagt, dass das Kapitel Profi-Handball für ihn beendet sei. Nach Ablauf seiner Sperre könne er sich höchstens vorstellen, aus Spaß noch einmal zu spielen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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