Fußball

WM-Titel? Diese Rekordprämie winkt den DFB-Stars

Mehr als 400.000 Euro pro Kopf? Diese geheime WM-Prämie winkt dem DFB-Team – warum der Verband die Summe verschweigt

13.05.2026, 07:18 Uhr

DFB will vor der WM keine festen Spielerprämien veröffentlichen

Der Deutsche Fußball-Bund will vor der kommenden Weltmeisterschaft nach Angaben von Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig keine konkreten Prämienstufen für die Nationalspieler bekanntgeben. Das erklärte Rettig am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des Heimatvereins „Düsseldorfer Jongens“.

„Wir werden keine Zahlen nennen“, sagte Rettig. Klar sei nur: Sollte die deutsche Mannschaft den WM-Titel holen, werde die Prämie höher ausfallen als bei der WM in Katar, weil in diesem Fall auch die Einnahmen größer seien. Die FIFA zahlt dem Weltmeister 50 Millionen US-Dollar, für den Finalisten sind 33 Millionen vorgesehen.

Die bislang höchste WM-Erfolgsprämie erhielten die deutschen Weltmeister von 2014 um Kapitän Philipp Lahm mit jeweils 300.000 Euro. Für einen Titelgewinn bei der WM 2022 in Katar wären 400.000 Euro pro Spieler fällig geworden, ebenso bei der EM 2024.

Viele Unsicherheiten bei der Kalkulation

Rettig verwies darauf, dass die Prämienregelung diesmal wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten schwieriger sei. Als Faktoren nannte er den Dollar-Kurs sowie unterschiedliche Steuerregelungen in den US-Bundesstaaten, je nachdem, wo Leistungen erbracht werden. Der Grundsatz laute deshalb: Hohe Einnahmen ermöglichen auch hohe Ausschüttungen.

Nach einem gemeinsamen Austausch mit Sportdirektor Rudi Völler und Kapitän Joshua Kimmich habe die Mannschaft eine klare Haltung gezeigt. Laut Rettig sei die Bereitschaft groß, zunächst auf hohe garantierte Prämien zu verzichten, wenn dafür im Erfolgsfall – etwa bei einem WM-Sieg – mehr gezahlt werde.

Für viele Verbände droht ein Minusgeschäft

Rettig betonte zudem, dass das Turnier für viele europäische Verbände wirtschaftlich wohl kein Gewinn werde. Wer nicht mindestens das Halbfinale erreiche, müsse eher mit Verlusten rechnen. Diese Einschätzung fließe selbstverständlich auch in die Überlegungen des DFB ein.

Umso zufriedener seien er und Völler darüber, dass es mit dem Mannschaftsrat keine zähen Verhandlungen gegeben habe. Der gemeinsame Tenor sei eindeutig: Der Fokus solle auf dem Sport liegen – und auf möglichst großem sportlichen Erfolg.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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