Fußball

Drama in Essen! Futkeu und Hrgota retten Fürth vor Absturz

Relegations-Drama pur: Fürth wankt und rettet sich doch – Essen scheitert, zwei Abschiedstore sorgen für Gänsehaut.

26.05.2026, 22:28 Uhr

Fürth bleibt zweitklassig: Futkeu und Hrgota sichern den Klassenerhalt

Die SpVgg Greuther Fürth hat den Absturz in die 3. Liga in letzter Sekunde verhindert. Im Rückspiel der Relegation setzte sich das Kleeblatt vor 16.126 Zuschauern mit 2:0 (1:0) gegen Rot-Weiss Essen durch und drehte damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel.

Nach einem holprigen Beginn und einer nervenaufreibenden Schlussphase war der Erfolg der Franken insgesamt verdient. Maßgeblichen Anteil daran hatten ausgerechnet zwei Offensivspieler, die den Verein im Sommer verlassen: Noel Futkeu und Branimir Hrgota trafen und verabschiedeten sich damit als entscheidende Figuren im Abstiegskampf.

Essen vergibt die große Chance

Für Rot-Weiss Essen platzte dagegen der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga nach 19 Jahren. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet ließen vor allem im Abschluss zu viel liegen und brachten ihren knappen Vorsprung aus dem ersten Duell nicht über die Ziellinie.

Ein Treffer von Jaka Cuber Potocnik wurde in der 68. Minute nach Videobeweis wegen Abseits aberkannt. Später kam auch noch Pech dazu: Nach einem Pfostenschuss setzte Torben Müsel einen Kopfball in der 81. Minute vor dem leeren Tor nicht ins Netz.

Prüfrock hält Fürth zunächst im Spiel

Zu Beginn war Fürth vor allem seinem Torhüter Silas Prüfrock zu verdanken, dass die Partie nicht früh in Richtung Essen kippte. Zwar hatte die Heimelf mehr Ballbesitz, die klareren Möglichkeiten gehörten aber zunächst den Gästen.

In der 10. Minute tauchte Gianluca Swajkowski frei vor Prüfrock auf, doch der junge Schlussmann parierte stark. Nur wenig später lenkte er auch einen Volleyschuss von Müsel über die Latte. Ohne diese Rettungsaktionen wäre Fürth früh unter Druck geraten.

SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiss Essen
Fürther Fans erlauben sich einen Witz auf Kosten der Gäste. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Futkeu schlägt wieder zu

Nach und nach kam das Kleeblatt besser in die Begegnung. Eine Hereingabe von Jannik Dehm klatschte zunächst noch an die Latte, ehe Fürth in der 29. Minute in Führung ging.

Der Treffer war ein Sinnbild für den Einsatz der Gastgeber: Hrgota arbeitete sich über rechts in den Strafraum, Felix Klaus brachte den Ball irgendwie noch zu Futkeu, und der Torjäger vollendete aus kurzer Distanz. Für den 23-Jährigen, der nach Frankfurt wechselt und in dieser Saison Torschützenkönig der 2. Liga wurde, war es ein weiterer wichtiger Treffer.

Hrgota erhöht nach der Pause

Kurz nach dem Seitenwechsel legte Fürth nach. Während aus dem Essener Fanblock Pyrotechnik auf das Feld flog, sorgte Hrgota sportlich für die Vorentscheidung. Der Kapitän zog im Strafraumeck auf seinen starken linken Fuß und schlenzte den Ball sehenswert zum 2:0 ins Tor.

Auch Hrgota wird Fürth nach sieben Jahren verlassen. Umso bedeutender war sein Treffer, mit dem er seinem langjährigen Klub wohl das wertvollste Abschiedsgeschenk machte.

Fürth übersteht die Schlussphase

Essen gab sich trotz des Rückstands nicht auf und kam weiterhin zu Möglichkeiten. Doch Abschlüsse wie der von Michael Kostka waren nicht zwingend genug. Auf der anderen Seite verhinderte RWE-Keeper Jakob Golz mit einer starken Parade gegen Futkeu einen weiteren Gegentreffer.

Die Fürther Abwehr wirkte nicht immer souverän, hielt dem Druck in der Schlussphase aber stand. So rettete sich die SpVgg Greuther Fürth nach einer schwierigen Saison doch noch in der 2. Bundesliga.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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