Ukraine

Selenskyj schlägt Alarm: Russlands neuer Großangriff?

Nach Russlands Nachtangriff schlägt Selenskyj Alarm: Droht der Ukraine jetzt schon der nächste Großschlag?

02.06.2026, 21:45 Uhr

Selenskyj warnt vor weiterem Großangriff in der Nacht

Nach dem schweren russischen Luftangriff in der Nacht zum Dienstag mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer möglichen Eskalation gewarnt. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, dass schon in der kommenden Nacht ein weiterer massiver Angriff bevorstehen könne.

Erst wenige Stunden zuvor hatte Russland die Ukraine erneut heftig aus der Luft attackiert. Nach Angaben Selenskyjs kamen dabei 22 Menschen ums Leben, 130 weitere wurden verletzt.

Selenskyj erklärte außerdem, Russland richte sein Augenmerk zunehmend auf ukrainische Unternehmen, die bei der Entwicklung und Herstellung von Raketen Fortschritte erzielten. Die Ukraine werde darauf reagieren, kündigte er an.

Russland greift weiter gezielt das Hinterland an

Seit mehr als vier Jahren führt Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine und attackiert dabei immer wieder systematisch Regionen fernab der Front. Fast täglich werden Zivilisten getötet oder verletzt, darunter auch Menschen in Wohnhäusern, Kindergärten und Krankenhäusern.

Moskau hatte vor rund anderthalb Wochen Vergeltung für einen ukrainischen Angriff auf die russisch kontrollierte Stadt Starobilsk angekündigt. Wenige Tage später folgte einer der bislang schwersten russischen Angriffe auf die Ukraine. Anschließend erklärte der Kreml, künftig gezielt Rüstungsanlagen und sogenannte Entscheidungszentren in Kiew ins Visier zu nehmen. Diplomaten wurden zugleich aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.

Bei dem Angriff auf Starobilsk waren nach Angaben der Besatzungsverwaltung mehr als 20 Zivilisten in einem Wohnheim ums Leben gekommen. Die ukrainische Seite erklärte dagegen, Ziel des Angriffs sei eine Drohneneinheit des russischen Militärs gewesen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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