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Drama im Kleinwalsertal: Kletterer stürzt schwer ab

Der Bergführer erklärt im Kleinwalsertal noch die Technik – Sekunden später stürzt ein junger Kletterer schwer ab.

31.07.2026, 20:21 Uhr

Schwerer Kletterunfall im Kleinwalsertal: 18-jähriger Deutscher überlebt Absturz

Ein 18 Jahre alter Kletterer aus Deutschland hat bei einer geführten Tour in Vorarlberg einen schweren Absturz überlebt. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg ereignete sich der Unfall im an das Allgäu angrenzenden Kleinwalsertal bereits kurz nach dem Start der Route – am Ende der ersten Seillänge.

Der junge Mann und seine ebenfalls 18 Jahre alte Begleiterin galten laut Polizei als offenkundige Neulinge. Vor dem Einstieg hatte ein Bergführer mit beiden im Klettergarten Dalaas noch die Technik der Seilsicherung geübt.

Nach bisherigen Erkenntnissen sicherte sich der 18-Jährige am Standplatz am Ende der ersten Seillänge nicht selbst. In Klettergärten sind die Routen mit Bohrhaken und festen Standplätzen ausgestattet. Dort soll sich der vorsteigende Kletterer am Ende einer Seillänge normalerweise selbst absichern, indem er das Seil oder eine Schlinge fixiert.

Stattdessen stürzte der junge Mann rücklings ins Seil. Seine Gefährtin am anderen Seilende soll ihn nach ersten Erkenntnissen der Beamten nicht gesichert haben. Der 18-Jährige fiel daraufhin zehn bis fünfzehn Meter über eine nahezu senkrechte Felswand in die Tiefe. Erst der Sicherungsknoten am Ende des Seils stoppte den Absturz. Der Bergführer leistete unmittelbar Erste Hilfe.

Eigentlich ist die Sicherung des Vorsteigenden Aufgabe der Person am unteren Ende des Seils. Sie soll das Seil möglichst straff halten, damit der Kletterer im Fall eines Fehlers nicht tief stürzt.

Aus welcher Region Deutschlands die beiden Urlauber stammen, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Das Kleinwalsertal südlich von Oberstdorf ist eine beliebte Urlaubsregion. Es gehört zwar zum österreichischen Bundesland Vorarlberg, ist mit dem Auto jedoch nur über Deutschland erreichbar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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