Mammutknochen bei Niedrigwasser in der Donau in Bulgarien entdeckt
Wegen des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Donau sind in Bulgarien unerwartet Überreste eines Mammuts sichtbar geworden. Nahe dem Donaudorf Rjachowo unweit der Stadt Russe entdeckte ein Einwohner die auffälligen Knochen auf dem Flussbett, wie das bulgarische Staatsfernsehen BNT berichtete.
Nach Angaben des Regionalen Geschichtsmuseums in Russe handelt es sich bei dem Fund um einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und eine Rippe des urzeitlichen Tieres. Fachleute wollen die Überreste nun genauer untersuchen, um ihr Alter und ihre genaue Herkunft zu bestimmen.
Knochen ins Museum gebracht
Die geborgenen Teile wurden inzwischen in das Regionale Geschichtsmuseum von Russe transportiert. Dort müssen sie zunächst trocknen, erklärte Museumssprecherin Silvia Kostadinowa gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Sofia. Erst danach kann mit der Konservierung begonnen werden.
In der Gegend um Russe sind Funde prähistorischer Tiere nichts Ungewöhnliches. Das Stadtmuseum zeigt bereits mehrere ähnliche Entdeckungen aus der Vergangenheit. Außerdem ist dort ein Mammutmodell in Originalgröße zu sehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber