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Axel Milberg: Warum er unsichtbar sein will

Zum 70. blickt Axel Milberg zurück – und verrät überraschend, welche Rollen für ihn tabu sind und was echte Helden ausmacht.

01.08.2026, 00:00 Uhr

Axel Milberg meidet Rollen im Krankenbett

Schauspieler Axel Milberg, bekannt aus dem "Tatort" und der Reihe "Familie Bundschuh", möchte nach eigenen Worten keine Figuren übernehmen, die überwiegend im Liegen spielen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der heute 70-Jährige, er versuche Rollen zu vermeiden wie etwa einen Patienten im Krankenhausbett oder einen Großvater, der nicht mehr nach Hause findet. Immerhin seien ihm solche Angebote bislang erspart geblieben.

Dass mit 70 alles besser sei als mit 50 oder 30, sieht Milberg allerdings nicht so. Zugleich betonte er, dass ihn niemand wie einen alten Mann behandle, der etwa zwingend einen Mittagsschlaf brauche. Dennoch lehne er heute manches ab, wofür er früher noch zugesagt hätte. So habe er früher häufiger kleinere Auftritte in Kinofilmen übernommen, um Projekte von befreundeten Regisseuren oder Regisseurinnen zu unterstützen. Das mache er inzwischen nicht mehr, auch weil er es schätze, weniger im Mittelpunkt zu stehen.

Auch bei der Auswahl seiner Rollen setzt der in München lebende Schauspieler inzwischen andere Schwerpunkte. Nach eigener Aussage dreht er keine unpolitischen Filme mehr, die nur der Unterhaltung dienen – wobei für ihn trotzdem Platz für Humor bleiben dürfe.

Sein Blick auf das Thema Heldentum habe sich ebenfalls verändert. Während er dem Begriff früher skeptischer gegenüberstand, könne er sich heute durchaus vorstellen, solche Figuren zu spielen. Milberg verwies dabei auf Menschen, die nie Helden sein wollten, aber in entscheidenden Momenten nicht geschwiegen hätten. Als Beispiele nannte er Alexej Nawalny sowie mutige Menschen im Iran, in der Türkei und in den USA.

Schon bald ist Milberg wieder im Kino zu sehen: Am 17. September startet "Adams Acht". Darin verkörpert der gebürtige Kieler den damaligen Präsidenten des Deutschen Ruderverbands, Walter Wülfing. Der Film erzählt von dem legendären Ruder-Achter aus Ratzeburg, der unter Trainer Karl Adam als Außenseiter bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom Gold gewann.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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