Freie Wähler in Bayern wollen zunächst trauern
Nach dem unerwarteten Tod ihres Parteivorsitzenden Hubert Aiwanger stellen die Freien Wähler in Bayern vorerst die Trauer in den Mittelpunkt. Über personelle oder politische Konsequenzen solle erst später gesprochen werden, sagte Fraktionschef Florian Streibl dem BR.
Derzeit befinde sich die Partei in einer Art Ausnahmezustand. Zunächst müssten die zuständigen Gremien den Verlust verarbeiten. Vielen sei die Tragweite der Situation noch gar nicht bewusst, erklärte Streibl. Auch für ihn selbst wirke Aiwangers Tod noch immer unwirklich. Es sei für ihn kaum zu begreifen, er habe noch ständig das Gefühl, Aiwanger könne jeden Moment anrufen.
Erst in einem nächsten Schritt werde es darum gehen, wie sich die Partei für die Zukunft aufstellt. Streibl zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Freien Wähler auch weiterhin eine sachbezogene Politik verfolgen werden. Die Partei regiert in Bayern gemeinsam mit der CSU. Aiwanger war stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister des Freistaats und war am Mittwoch überraschend in Berlin gestorben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber