Bad Aibling: Nach Kollision mit Güterzug meldet sich geflüchteter Radfahrer bei Polizei
Nach einem nächtlichen Unfall an einem Bahnübergang in Bad Aibling im Landkreis Rosenheim hat sich der zunächst gesuchte Radfahrer später selbst bei der Polizei gemeldet. Nach Angaben der Beamten war der Mann nach dem Zusammenstoß mit einem Güterzug trotz leichter Schürfwunden zunächst geflüchtet.
Nach den bisherigen Ermittlungen überquerte der Radfahrer den Bahnübergang, obwohl die Schranken bereits vollständig geschlossen waren. Dabei kam es zur Kollision mit dem vorbeifahrenden Güterzug. Am Unfallort fanden die Einsatzkräfte zunächst nur noch das beschädigte Fahrrad des Mannes.
An der Suchaktion beteiligten sich laut Polizei rund 50 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr und Bundespolizei. Zudem kamen Suchhunde zum Einsatz. Stunden später rief der Mann selbst bei der Polizei an. Warum er nach dem Unfall nicht am Unfallort blieb, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei ermittelt gegen den Radfahrer unter anderem wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Die Bahnstrecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim war infolge des Unfalls rund zwei Stunden lang gesperrt. Den entstandenen Sachschaden an Zug und Fahrrad beziffert die Polizei auf einen niedrigen vierstelligen Betrag.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber