Zwei 24-Jährige nach Vorfall an US-Stützpunkt in England angeklagt
Nach einem mutmaßlich mit dem Iran verknüpften Zwischenfall an einer US-Militärbasis in England hat die britische Justiz Anklage gegen zwei Männer erhoben. Wie der Crown Prosecution Service (CPS) mitteilte, wird den beiden 24-Jährigen ein Verstoß gegen das Gesetz zur nationalen Sicherheit zur Last gelegt.
Einer der Beschuldigten soll einen ausländischen Nachrichtendienst unterstützt haben. Dem zweiten Angeklagten wird vorgeworfen, absichtlich in einen gesperrten Sicherheitsbereich eingedrungen zu sein, um den Interessen des Vereinigten Königreichs zu schaden. Laut der Nachrichtenagentur PA sind sechs weitere Männer, die im Zuge der Ermittlungen festgenommen worden waren, weiterhin unter strengen Auflagen auf freiem Fuß.
Die britische Anti-Terror-Polizei und Premierminister Andy Burnham gehen davon aus, dass der Iran sehr wahrscheinlich hinter dem Vorfall nahe der Luftwaffenbasis RAF Fairford steckt. Burnham erklärte zuletzt, nach Einschätzung der Behörden sei die Aktion höchstwahrscheinlich im Iran koordiniert und mit großer Sicherheit von den Islamischen Revolutionsgarden gesteuert worden. Zugleich kündigte er Sanktionen an.
Bereits Ende September waren mehrere Männer in der Nähe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Stützpunkts festgenommen worden. Gegen sie bestand der Verdacht, eine terroristische Tat vorbereitet zu haben. Anfang des Monats verlegte das Pentagon überraschend sämtliche Langstreckenbomber von dem Standort ab. US-Präsident Donald Trump sprach von Bedrohungen, nannte jedoch keine Einzelheiten. Amerikanische Medien berichteten, Anlass seien Befürchtungen vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff gewesen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber