Politik

Jetzt offiziell: D-Day-Strände werden Unesco-Welterbe

Diese Strände veränderten Europas Geschichte – jetzt bekommen die D-Day-Orte in der Normandie den Unesco-Welterbe-Status.

26.07.2026, 10:11 Uhr

Die historischen D-Day-Strände in der Normandie gehören nun offiziell zum Unesco-Welterbe. Das entschied das zuständige Unesco-Komitee bei einer Sitzung im südkoreanischen Busan. In die neue Welterbestätte aufgenommen wurden die fünf Landungsabschnitte Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword Beach sowie weitere Gedenkorte, die mit der alliierten Invasion verbunden sind.

Am 6. Juni 1944 gingen dort im Zweiten Weltkrieg alliierte Truppen an Land. Der sogenannte D-Day war der Beginn der Befreiung Westeuropas von der nationalsozialistischen Herrschaft. An der Operation waren vor allem Soldaten aus den USA, Großbritannien, Kanada, Polen und Frankreich beteiligt. Rund 3.100 Landungsboote brachten mehr als 150.000 Soldaten an die nordfranzösische Küste. In den Kämpfen der folgenden Tage kamen Tausende ums Leben.

Mit der Anerkennung der D-Day-Strände verfügt Frankreich nun über 55 Unesco-Welterbestätten – ebenso viele wie Deutschland. Weltweit liegen nur China und Italien mit jeweils 60 Stätten davor.

Für die aktuelle Unesco-Sitzung in Südkorea stehen insgesamt 30 neue Nominierungen auf der Tagesordnung. Deutschland bewirbt sich dabei mit der Waldsiedlung Zehlendorf im Berliner Südwesten. Sie soll die seit 2008 bestehende Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ ergänzen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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