Politik

Hoppermann: Diese Frauen sind reif fürs höchste Amt

Merz will unbedingt eine Frau als Bundespräsidentin – doch auf wen läuft alles hinaus? Das große Rätsel um die Favoritin.

03.11.2026, 09:11 Uhr

Union erwägt mehrere Frauen für das Amt der Bundespräsidentin

Nach der klaren Festlegung von CDU-Chef Friedrich Merz auf eine Frau für die Kandidatur zum Bundespräsidentenamt hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann erneut betont, dass es in der Union mehrere geeignete Politikerinnen gebe. Im RTL/ntv-Format „Frühstart“ sagte sie, die von Merz angestrebte Kandidatin solle aus den Reihen der Union kommen. Ein entsprechender Vorschlag wäre demnach gemeinsam von den beiden Parteivorsitzenden der Union getragen.

Hoppermann sprach von einer erfreulichen Situation, weil mehrere Frauen für das höchste Staatsamt infrage kämen. Es sei ein starkes Zeichen, dass die Union über verschiedene Persönlichkeiten verfüge, die für dieses Amt geeignet seien.

Merz hatte am Montagabend bei einer Konferenz der CDU-Kreisvorsitzenden in Berlin angekündigt, der Partei eine gemeinsame Kandidatin aus der politischen Mitte vorzuschlagen. Dabei machte er deutlich, dass für ihn feststehe, dass nur eine Frau für diese Rolle in Betracht komme.

Entscheidung wohl in den kommenden Tagen

Nach Angaben Hoppermanns soll die Entscheidung voraussichtlich Anfang kommender Woche in den Parteigremien fallen. Derzeit liefen noch notwendige Gespräche. Inhaltlich betonte sie, dass Deutschland in politisch angespannten und polarisierten Zeiten eine Persönlichkeit im höchsten Staatsamt brauche, die den Menschen mit Herzlichkeit und Bodenhaftung begegnen könne und zugleich über politische Erfahrung verfüge.

Mit Blick auf die Beratungen der CDU-Kreisvorsitzenden sprach Hoppermann von einem sachlichen und fairen Austausch. Thematisch sei es dabei stark um die Finanzlage der Kommunen gegangen, ebenso um die parteiinterne Kommunikation, das Selbstverständnis der CDU und die Frage, in welcher Reihenfolge Reformvorhaben umgesetzt werden sollen.

Keine Rolle spielte nach ihren Worten die Frage, ob Merz den Parteivorsitz abgeben sollte, um sich vollständig auf das Kanzleramt zu konzentrieren. Eine solche Debatte habe es nicht gegeben, sagte Hoppermann.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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