Deutschland und Frankreich planen gleiche Anteile an KNDS
Deutschland und Frankreich haben sich darauf verständigt, dass der Bund beim Rüstungskonzern KNDS einsteigt. Künftig sollen beide Länder denselben Anteil an dem Unternehmen halten. Nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius peilt die Bundesregierung zunächst eine Beteiligung von 40 Prozent an. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dieser Anteil wieder reduziert werden. Bevor der Einstieg umgesetzt werden kann, muss noch der Haushaltsausschuss des Bundestags zustimmen.
KNDS produziert unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 sowie die Panzerhaubitze 2000. Das Unternehmen war aus dem Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des französischen Konzerns Nexter hervorgegangen. Derzeit gehören KNDS der deutschen Eigentümerfamilie von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Staat. Der Firmensitz liegt in Amsterdam, die deutsche Hauptverwaltung befindet sich in München.
Nach dem Willen der Bundesregierung und des Élysée-Palasts soll KNDS zu einem führenden europäischen und internationalen Verteidigungsunternehmen weiterentwickelt werden, das sowohl die deutschen als auch die französischen Streitkräfte beliefert. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte, mit der 40-prozentigen Bundesbeteiligung würden wichtige Technologien, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. Zudem könnten Deutschland und Frankreich künftig auf gleicher Ebene über die Zukunft eines Unternehmens entscheiden, das für Europas Verteidigungsfähigkeit eine wichtige Rolle spiele. KNDS selbst begrüßte die Einigung zwischen Berlin und Paris.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion