In Bayern wächst der Schweinebestand wieder
In Bayern werden wieder mehr Schweine gehalten. Nach vorläufigen Angaben des Landesamts für Statistik lebten am 3. Mai insgesamt 2.545.700 Tiere im Freistaat. Das sind 112.600 mehr als im Vorjahreszeitraum und zugleich der höchste Stand seit 2021. Erfasst wurden dabei ausschließlich Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder wenigstens 10 Zuchtsauen.
Der Anstieg geht vor allem auf höhere Bestände bei Ferkeln, Jungschweinen und Zuchtsauen zurück. Bei den Ferkeln wurde ein Plus von 33.200 Tieren registriert, bei den Jungschweinen ein Zuwachs von 105.400. Auch die Zahl der Zuchtsauen nahm um 11.700 zu. Rückläufig war dagegen der Bestand an Mastschweinen: Er sank um 37.500 auf 1.150.300 Tiere.
Auch die Zahl der Betriebe legte leicht zu. Sie stieg um 20 auf nun 3.290 Höfe. Trotzdem wuchs die durchschnittliche Bestandsgröße weiter und erhöhte sich von 744 auf 775 Tiere je Betrieb. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch bei 624. Damals gab es in Bayern mit gut 3,3 Millionen Schweinen zwar deutlich mehr Tiere insgesamt, zugleich aber mit etwa 5.300 auch erheblich mehr Betriebe.
Sinkende Preise belasten die Branche
Trotz des Bestandsanstiegs steht die Schweinehaltung wirtschaftlich unter Druck. Grund dafür sind gesunkene Erzeugerpreise für Schweinefleisch. Üblicherweise sorgt die Grillsaison eher für steigende Preise, doch aus Sicht vieler Landwirte reicht das aktuelle Niveau nicht aus.
Bauernpräsident Joachim Rukwied erklärte kürzlich, für Schweinefleisch würden derzeit rund 1,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht gezahlt. Vor nicht allzu langer Zeit habe der Preis noch deutlich über 2 Euro gelegen. Für viele Schweinehalter bedeute das derzeit Verluste.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion