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Drama nachts im Freibad: 20-Jähriger stirbt

Nächtlicher Freibad-Trip mit fatalem Ende: Ein 20-Jähriger stirbt nach Zaunkletter-Aktion – spielte Alkohol eine Rolle?

22.06.2026, 11:26 Uhr

Eine Gruppe junger Männer ist in der Nacht in ein Freibad in Niederbayern eingedrungen. Dabei kam es zu einem schweren Unglück: Ein 20-Jähriger verletzte sich so schwer, dass er später im Krankenhaus starb.

Nach Angaben der Polizei kletterten die fünf Männer im Alter zwischen 19 und 24 Jahren am Sonntag gegen 4.00 Uhr über den Zaun des Freibads in Hohenthann bei Landshut.

Ermittlungen konzentrieren sich auf die Todesursache

Die Einsatzkräfte waren informiert worden, dass sich mehrere junge Leute unerlaubt auf dem Gelände des Bads aufhielten. Nach bisherigen Erkenntnissen zog sich der 20-Jährige vermutlich bei einem Sprung ins Becken die folgenschwere Verletzung zu. Er wurde zunächst notärztlich versorgt und anschließend in eine Klinik gebracht, wo er wenige Stunden später verstarb.

Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Unfall aus. Ob Alkohol bei dem nächtlichen Ausflug eine Rolle spielte, ist noch unklar, wird aber nicht ausgeschlossen.

Zwar wird auch wegen eines möglichen Hausfriedensbruchs ermittelt, vorrangig ist jedoch die Klärung der genauen Todesursache. Das Freibad blieb nach dem Vorfall am Sonntag geschlossen und öffnete laut Gemeinde erst wieder am Montag.

Bürgermeisterin Andrea Weiß erklärte, viele Menschen in Hohenthann seien vom Tod des jungen Mannes tief erschüttert. Dass sich nachts gelegentlich Personen im Freibad aufhielten, komme zwar vor, größere Zwischenfälle habe es bislang aber nicht gegeben.

Schwimmmeister warnen vor nächtlichen Badeaktionen

Ralf Großmann, Vorsitzender des bayerischen Landesverbands der Schwimmmeister, sieht in dem Fall ein deutliches Warnsignal. Nächtliche Aufenthalte in geschlossenen Freibädern seien mit erheblichen Gefahren verbunden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der entscheidende Punkt sei, dass es außerhalb der Öffnungszeiten keine Badeaufsicht gebe. Im Notfall sei daher niemand vor Ort, der sofort eingreifen könne. Gerade bei Sprungverletzungen, Bewusstlosigkeit oder anderen medizinischen Zwischenfällen könnten wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Besonders in warmen Tropennächten würden solche Risiken häufig unterschätzt, so Großmann. Müdigkeit, Alkohol, Gruppendruck oder Selbstüberschätzung könnten dazu führen, dass leichtsinnige Entscheidungen getroffen werden.

Dass Freibäder auch bei großer Hitze nachts geschlossen bleiben, diene vor allem dem Schutz der Besucher. Großmann appellierte deshalb, auf nächtliche Ausflüge in Freibäder zu verzichten: Was harmlos oder spannend wirke, könne im Ernstfall tödliche Folgen haben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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