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DLRG alarmiert: Sechs Badetote

Tödliches Bade-Wochenende trotz Hitze-Warnungen: Vor allem diese Gruppe unterschätzt laut DLRG die Gefahr im Wasser.

22.06.2026, 11:28 Uhr

Mitten in der aktuellen Hitzewelle hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von Freitag bis Sonntag bislang sechs tödliche Badeunfälle registriert. Ein Sprecher der Organisation erklärte, die Sorge vor erneut zahlreichen tödlichen Unglücken habe sich leider bewahrheitet. Weitere Meldungen seien noch möglich.

Nach Angaben der DLRG kamen dabei vor allem jüngere Männer ums Leben. Zu den Opfern zählen ein 22-Jähriger im Tegernsee, ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg, ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen, ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve, ein 23-Jähriger im Epplesee in Baden-Württemberg sowie ein 29-Jähriger im Wandlitzsee in Brandenburg.

Bereits am Donnerstag drei weitere Todesfälle

Zusätzlich wurden mehrere Menschen vermisst gemeldet. Im hessischen Biblis lief eine Suche nach drei Männern, die im Rhein baden gewesen waren. In Altrip in Rheinland-Pfalz wurde ein Schwimmer vermisst, der in einem Weiher untergegangen war.

Schon am Donnerstag hatte die DLRG drei weitere tödliche Unglücke erfasst. Demnach wurde ein 61-Jähriger tot aus dem Großen Zernsee bei Potsdam geborgen. Ein 76-Jähriger starb im Tinninger See in Bayern, ein 56-Jähriger in der Kiesgrube Roßla in Sachsen-Anhalt. Die DLRG zählt in ihrer Statistik auch Fälle, bei denen ihre Einsatzkräfte nicht selbst vor Ort waren.

DLRG warnt vor Selbstüberschätzung

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Organisation davor gewarnt, die Risiken beim Baden und Schwimmen an heißen Tagen zu unterschätzen. DLRG-Präsidentin Ute Vogt betonte, insbesondere Männer überschätzten immer wieder ihre Kräfte und gingen unnötige Gefahren ein. Laut DLRG waren schon im Jahr 2025 vier von fünf Ertrunkenen männlich, was einem Anteil von 82 Prozent entspricht.

Die Lebensretter raten deshalb, bewachte Badestellen zu nutzen und nicht allein ins Wasser zu gehen. Außerdem sollte niemand überhitzt ins Wasser springen, sondern sich vorher langsam abkühlen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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