Politik

Alarm im Jemen: Huthi verschanzen sich an Meerenge

Huthi graben sich am Bab al-Mandab ein – mit Gräben und Minen. Droht jetzt noch mehr Gefahr für die wichtige Schifffahrtsroute?

16.09.2026, 10:52 Uhr

Huthi verstärken ihre Positionen an Bab al-Mandab

Die Huthi-Miliz baut nach Informationen der dpa ihre Stellungen rund um die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab weiter aus. Einer Quelle aus dem Umfeld der Streitkräfte der international anerkannten jemenitischen Regierung zufolge legen die Rebellen unter anderem Schützengräben an, um die zuletzt eingenommenen Gebiete an der Rotmeerküste des Jemen abzusichern. Zudem soll auch von Minen die Rede gewesen sein, wobei unklar blieb, ob es sich um See- oder Landminen handelt.

Die vom Iran unterstützten Huthi hatten in der vergangenen Woche bei einer schnellen Offensive die gesamte Westküste des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und dabei auch strategisch bedeutsame Inseln erobert. Damit haben sie faktisch weitreichende Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Die Passage zählt zu den wichtigsten Schifffahrtswegen zwischen Europa und Asien.

Im Jemen kämpfen die international anerkannte Regierung, Saudi-Arabien und weitere verbündete Milizen seit Jahren in einem Bürgerkrieg gegen die Huthi. Die Rebellen, die bereits die Hauptstadt Sanaa sowie weitere Regionen beherrschen, gewinnen dabei zunehmend an Boden. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind infolge der jüngsten Entwicklungen fast 100.000 Menschen auf der Flucht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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