Dreesen unterstützt Kompassmodell bei Regionalliga-Reform
Jan-Christian Dreesen, Vorstandschef des FC Bayern München, hat sich in der Debatte um die Neuordnung der Fußball-Regionalliga klar für das sogenannte Kompassmodell ausgesprochen. Im Gespräch mit der „Sport Bild“ bezeichnete er diesen Ansatz als den „besten Kompromiss“ und stellte sich damit zugleich hinter DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Aus sportlicher Sicht sei vor allem wichtig, dass künftig jeder Regionalliga-Meister direkt in die 3. Liga aufsteigt.
Seit längerer Zeit wird darüber beraten, wie die derzeit fünf Regionalliga-Staffeln verändert werden können, damit am Saisonende alle Titelträger der vierten Liga den Aufstieg schaffen. Der Deutsche Fußball-Bund plant noch in diesem Jahr einen außerordentlichen Bundestag am 18. Dezember, bei dem über ein neues System entschieden werden soll.
Forderung nach schneller Einigung
Als bevorzugte Lösung gilt derzeit das Kompassmodell. Dieses sieht vor, die Regionalliga künftig in vier Staffeln mit jeweils 20 Teams aufzuteilen. Die Einteilung soll dabei in jeder Spielzeit nach geografischen Kriterien erfolgen.
Dreesen mahnte, der Fußball dürfe bei Reformfragen nicht für Stillstand stehen. Statt immer neue Varianten zu diskutieren, müsse nun möglichst schnell eine Lösung gefunden werden, die breite Zustimmung findet. Er hoffe deshalb, dass auf einem entsprechend angesetzten DFB-Bundestag die notwendige Mehrheit für eine Entscheidung zustande komme.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber