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Prepper-Geheimnis? Illegales Haus, Waffen entdeckt

Geheimes Waldhaus für 5.000 Euro: Jetzt muss der mutmaßliche Prepper alles abreißen – und landet auch noch vor Gericht.

06.10.2026, 11:03 Uhr

Illegales Waldhaus bei Jachenau entdeckt – Mann soll Waffen gehortet haben

Ein 43 Jahre alter Mann hat sich nach Erkenntnissen der Polizei bei Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen unerlaubt ein Haus im Wald gebaut. Zudem soll er verbotenerweise Schusswaffen besessen haben. Nach Angaben der Ermittler deuten seine Aussagen und eine Durchsuchung darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen sogenannten Prepper handelt. Damit werden Menschen bezeichnet, die sich auf schwere Krisen oder einen Zusammenbruch der staatlichen Versorgung vorbereiten.

Auf den Bauplatz aufmerksam wurden laut Polizei Forstarbeiter. Dort sei im August mehrfach ein Mann gesehen worden, der ein zweistöckiges Gebäude errichtet habe. Über das Kennzeichen eines Fahrzeugs kamen die Beamten dem 43-Jährigen schließlich auf die Spur und befragten ihn.

Dabei habe der Mann eingeräumt, Schusswaffen zu besitzen, nach eigenen Worten „nur zur Verteidigung“. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Wohnsitzes fanden die Ermittler unter anderem eine Armbrust. Zu den sichergestellten Waffen sollen auch historische Vorderlader gehört haben.

Nach Polizeiangaben erklärte der Mann, das Haus im Wald als Rückzugsort gebaut zu haben. Den Bausatz dafür habe er demnach für rund 5.000 Euro im Internet gekauft. Nun muss er das Gebäude auf eigene Kosten wieder entfernen. Außerdem droht ihm ein Gerichtsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das Waffenrecht, das Baurecht, das Naturschutzgesetz sowie wegen Sachbeschädigung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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