Hessen

Dortmunder Ausrutscher eröffnet Bayern die vorzeitige Meisterchance

Dortmund verliert - der Weg ist frei für die mögliche Meisterfeier der Bayern an diesem Sonntag. Und sonst? Das Debüt von Marie-Louise Eta geht daneben, Werder siegt im Nordderby.

18.04.2026, 20:27 Uhr

Der FC Bayern kann an diesem Sonntag bereits vorzeitig die deutsche Meisterschaft feiern. Auslöser ist die 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim, bei der zwei Handelfmeter gegen den BVB gepfiffen wurden. Damit liegt Dortmund in der Bundesliga zwölf Punkte hinter den Münchnern. Holt Bayern zuhause gegen den VfB Stuttgart einen Zähler, ist der 35. Titel perfekt.

Auch das viel beachtete Debüt von Marie-Louise Eta als erster Cheftrainerin in der Bundesliga endete ohne Erfolg. Union Berlin verlor im eigenen Stadion gegen den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg mit 1:2.

Im Nordduell setzte sich Werder Bremen mit 3:1 gegen den Hamburger SV durch und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Bayer Leverkusen kassierte gegen den FC Augsburg noch spät eine 1:2-Niederlage. RB Leipzig gewann derweil mit 3:1 bei Eintracht Frankfurt.

Zwei Handelfmeter besiegeln BVB-Niederlage

Vor allem eine Szene aus Dortmunds Spiel in Hoffenheim dürfte für Gesprächsstoff sorgen. Niklas Süle rutschte an der Strafraumkante weg, blieb anschließend verletzt am Boden liegen und bekam in dieser Situation den Ball an den Arm. Nach Prüfung durch den Videoassistenten entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Andrej Kramaric verwandelte kurz vor der Pause sicher zum 1:0.

Dortmund kam in der Schlussphase zwar noch zurück und glich durch Serhou Guirassy in der 87. Minute aus. Doch tief in der Nachspielzeit gab es erneut einen Handelfmeter für Hoffenheim. Wieder trat Kramaric an und traf zum 2:1-Sieg für die Gastgeber.

Eta startet bei Union mit Niederlage

In Köpenick war die Aufmerksamkeit groß, als Marie-Louise Eta ihr Debüt als Union-Cheftrainerin gab. Die Stimmung bekam jedoch früh einen Dämpfer: Patrick Wimmer brachte Wolfsburg bereits in der 11. Minute mit einem sehenswerten Schuss aus der Distanz in Führung.

Direkt nach dem Seitenwechsel legte Dženan Pejčinović das 2:0 nach, wobei die Berliner Defensive erneut keine gute Figur machte. Mehr als der späte Anschlusstreffer von Oliver Burke in der 86. Minute gelang Union nicht mehr.

Nach der Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim in der Vorwoche hatte Steffen Baumgart seinen Posten räumen müssen. Wolfsburg darf durch den Auswärtssieg im Abstiegskampf wieder hoffen.

Werder gewinnt hitziges Nordderby

Für Werder Bremen war der 3:1-Erfolg gegen den HSV gleich doppelt wertvoll: Zum einen vergrößerten die Bremer den Abstand auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte, zum anderen zogen sie mit dem Nordrivalen nach Zählern gleich.

Jens Stage war mit Treffern in der 37. und 57. Minute der entscheidende Mann bei den Gastgebern. Zwischenzeitlich hatte Robert Glatzel für Hamburg in der 41. Minute ausgeglichen. In der Schlussphase wurde es dann hektisch: Philip Otele sah in der 79. Minute Rot, Cameron Puertas erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:1. Kurz darauf wurden auch Jan Hoepner auf Bremer Seite und Hamburgs Loic Favé des Feldes verwiesen.

Leipzig rückt der Champions League näher

RB Leipzig hat einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Königsklasse gemacht. Die Sachsen gewannen verdient mit 3:1 bei Eintracht Frankfurt und stehen vier Spieltage vor Saisonende auf Rang drei.

Yan Diomande brachte Leipzig in Führung, Hugo Larsson glich für Frankfurt zunächst aus. Nach der Pause sorgten Antonio Nusa und Conrad Harder mit ihren Toren für den verdienten Auswärtserfolg. Frankfurt bleibt auf Platz sieben und damit deutlich hinter den Europapokalrängen.

Leverkusen kassiert späten Rückschlag

Bayer Leverkusen musste gegen den FC Augsburg trotz früher Führung eine bittere Niederlage hinnehmen. Patrik Schick erzielte in der 12. Minute das 1:0, doch nur wenig später glich Fabian Rieder aus.

In der Nachspielzeit wurde es für Bayer noch schlimmer: Rieder verwandelte in der siebten Minute der Zusatzzeit einen Elfmeter zum 2:1 für Augsburg. Für Leverkusen bleibt der Kampf um die Champions-League-Plätze damit schwierig, während Augsburg seine Position im Tabellenmittelfeld festigte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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