Martina Klement, Brandenburgs Wirtschaftsministerin, stammt aus Bayern und ist Mitglied der CSU. Ihren Dialekt will sie nicht verbergen, zugleich versucht sie, bewusster und langsamer Hochdeutsch zu sprechen. So hoffe sie, auch in Brandenburg überall gut verstanden zu werden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen sei ihre Sprechweise vielleicht sogar zu einer Art Wiedererkennungsmerkmal geworden.
Die 46-Jährige kommt aus Donauwörth und lebt seit rund 15 Jahren in Berlin. Seit sie im März die Leitung des Wirtschaftsministeriums in Brandenburg übernommen hat, pendelt sie regelmäßig nach Potsdam. Zuvor arbeitete die Juristin im Berliner Senat als Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. Dort trieb sie unter anderem Verbesserungen bei Bürgeramtsterminen und digitalen Verwaltungsangeboten voran.
Eine Besonderheit im Kabinett
Schon in Berlin sei sie mit ihrem CSU-Parteibuch eher eine Ausnahme gewesen, sagte Klement. In der Brandenburger Landesregierung gelte das umso mehr. Ihr Anliegen sei es jedoch, unabhängig von Parteigrenzen praktische und tragfähige Lösungen zu finden. Zugleich meint sie, Berliner und Brandenburger könnten sich in Sachen Selbstbewusstsein durchaus etwas von Bayern abschauen.
Und was fehlt ihr im Alltag in Berlin und Brandenburg am meisten? Für Klement ist die Antwort klar: gutes Laugengebäck. Vor allem Brezeln aus der Region könnten mit den bayerischen ihrer Ansicht nach nicht mithalten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber