Bayern

Wildschwein-Alarm: Friedhof dicht!

Friedliches Wildschwein, trotzdem bleibt alles dicht: Warum der Nürnberger Friedhof jetzt zum Sperrgebiet wurde

25.06.2026, 10:23 Uhr

Wildschwein führt zur Sperrung des Südfriedhofs in Nürnberg

Ein Wildschwein hat am Nürnberger Südfriedhof für Aufregung gesorgt und zur vorübergehenden Schließung des Geländes geführt. Nach Angaben von Armin Hoffmann von der Friedhofsverwaltung wurde das Tier von mehreren Besuchern und Beschäftigten auf dem Friedhof gesehen. Nun liegt die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei der zuständigen Jagdpächterin.

Bislang zeigt sich das Wildschwein laut Hoffmann unauffällig und hält sich in einem abgesperrten Bereich des Friedhofs auf. Schäden an Gräbern habe es bisher nicht gegeben. Die Zugänge zum Friedhof seien geschlossen worden, Beerdigungen und Trauerfeiern könnten jedoch vorerst weiterhin stattfinden.

Verbindung zu Vorfall in Neukatzwang eher unwahrscheinlich

Vor rund drei Wochen hatte ein Wildschwein im südlicher gelegenen Nürnberger Stadtteil Neukatzwang mehrere Gärten beschädigt und zudem eine Frau verletzt. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, ist nicht bekannt. Ein Sprecher der Stadt hält das wegen der Entfernung jedoch eher für unwahrscheinlich.

Für den Südfriedhof ist ein solcher Vorfall laut Friedhofsverwaltung ungewöhnlich. Während andere Städte häufiger mit Wildschweinen auf Friedhöfen zu tun hätten, sei das in Nürnberg eher eine Ausnahme. Normalerweise verirren sich dort höchstens Rehe. Vermutet wird, dass das Tier durch eine beschädigte Stelle im Zaun auf das Gelände gelangt ist. Deshalb soll die Umzäunung nun auf mögliche Löcher überprüft werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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