Provisorische Stromanlage bei Garching wohl mindestens ein Jahr in Betrieb
Nach den Brandanschlägen auf zwei Hochspannungsmasten bei Garching ist eine provisorische Anlage aufgebaut worden, die voraussichtlich für mindestens ein Jahr genutzt werden muss. Wie die Stadt mitteilte, wurden wichtige Teile der Infrastruktur so schwer beschädigt, dass die ursprüngliche Anlage nicht kurzfristig wiederhergestellt werden kann. Das Provisorium soll die Stromversorgung absichern und bleibt bestehen, bis die endgültige Anlage vollständig repariert ist.
Auch der entlang des Geländes verlaufende Radschnellweg wurde bei dem Vorfall in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben der Stadt müssen Radfahrerinnen und Radfahrer auf einem rund 30 Meter langen Abschnitt vorübergehend auf den Gehweg ausweichen und dabei besonders auf andere Verkehrsteilnehmer achten.
Ende Mai hatten Unbekannte die Masten in der Nähe von München angezündet. Laut Netzbetreiber Bayernwerk waren dadurch etwa 15.000 Haushalte in mehreren Gemeinden für rund 45 Minuten ohne Strom. Die Ermittlungen übernahm die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Wegen des Ziels und der Art der Tat gehen die Behörden von einem politischen Hintergrund aus.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber