Wetter

Hitzeschock für Fußballfans

Bayern glüht weiter – doch fürs Deutschland-Spiel gibt’s Hoffnung: Erst um 22 Uhr wird’s kühler. Was Fans jetzt wissen müssen

25.06.2026, 05:47 Uhr

Später Anstoß kommt Fans bei der Hitze entgegen: Ob beim Public Viewing oder beim Fußballabend im eigenen Garten – der Beginn der Partie zwischen Ecuador und Deutschland um 22.00 Uhr dürfte vielen angesichts der extremen Temperaturen gelegen kommen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) steigen die Werte in Bayern erneut auf hochsommerliche bis teils extreme 32 bis 39 Grad. Zum Abend hin soll es etwas abkühlen, in der Nacht werden je nach Region aber teils weiterhin sehr warme 23 bis 15 Grad erwartet.

Bis zum Wochenende steuert Bayern auf mögliche Rekordwerte zu: Besonders in Unterfranken wird mit außergewöhnlicher Hitze gerechnet. Im unterfränkischen Kitzingen könnten laut DWD am Samstag sogar rund 42 Grad im Schatten erreicht werden. Schon am Freitag könnte die bisherige bayerische Höchstmarke von 40,3 Grad fallen.

Kitzingen gilt erneut als Hitze-Hotspot im Freistaat: Bereits am 19. Juni wurde dort mit 38,5 Grad der bislang höchste Wert dieses Jahres in Bayern gemessen. Schon im vergangenen Sommer war Kitzingen nach DWD-Angaben mit 39,1 Grad der heißeste Ort im Freistaat. Der Bayern-Rekord liegt dort ebenfalls: Am 5. Juli 2015 wurden 40,3 Grad registriert.

Warum es in Unterfranken besonders heiß wird: Nach DWD-Angaben ist die Region wegen ihrer vergleichsweise niedrigen Lage besonders anfällig für extreme Hitze. Orte rund um den Untermain liegen deutlich tiefer als viele andere Regionen Bayerns. Hinzu kommt die Trockenheit: Weil der Boden sehr trocken ist, verdunstet weniger Wasser – und der kühlende Effekt bleibt aus. Das lässt die Temperaturen weiter steigen.

Auch Saharastaub spielt eine Rolle: Verantwortlich für die Hitzewelle ist laut DWD sehr heiße Luft, die aus Südwesteuropa nach Deutschland strömt. Begleitet wird sie teils von feinem Saharastaub, der das Sonnenlicht leicht abschwächen kann. Nach Einschätzung der Meteorologen könnte genau das am Ende darüber entscheiden, ob ein neuer Allzeitrekord erreicht wird oder nicht.

Selbst auf der Zugspitze ist es ungewöhnlich warm: Auf Deutschlands höchstem Berg werden am Freitag etwa 15 Grad, am Samstag sogar bis zu 16 Grad erwartet. Für die Zugspitze sind das außergewöhnlich hohe Werte.

Auch die Nächte bringen nicht überall Entlastung: Vor allem in Teilen Frankens rechnet der DWD mit tropischen Nächten, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. In Großstädten dürfte es nachts ebenfalls oft sehr warm bleiben. In höheren Lagen, etwa im Allgäu oder im Bayerischen Wald, sind dagegen eher etwas niedrigere Nachtwerte zu erwarten.

Gewitter vorerst eher lokal, zum Sonntag steigt das Risiko: Der Samstag startet voraussichtlich erneut sonnig und heiß. Größere, flächendeckend schwere Gewitter werden derzeit nicht erwartet, möglich sind sie eher in den Alpen und im Alpenvorland. Am Sonntag nimmt das Gewitterpotenzial zu, dann rechnet der DWD ab dem Vormittag mit Schauern und Gewittern – bei weiterhin sehr warmen 32 bis 39 Grad.

Ab Wochenbeginn dürfte die Hitzewelle ihren Höhepunkt überschritten haben: Mit Beginn der neuen Woche wird es voraussichtlich etwas kühler. Vielerorts werden aber weiterhin Temperaturen über 25 Grad erwartet – also sommerliches Wetter, auch wenn die extreme Hitze zunächst nachlassen dürfte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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