Bayern

Sprengstoff-Schock auf A3: Duo verurteilt

Nacht-Schock auf der A3: In einer Sporttasche steckt Sprengstoff. Jetzt steht ein Duo vor Gericht – und viel auf dem Spiel.

22.10.2026, 14:14 Uhr

Urteil nach Sprengstofffund auf der A3

Nach dem Fund von Sprengstoff auf der Autobahn 3 im Januar hat das Amtsgericht Regensburg zwei Angeklagte wegen der Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, erhielt die Fahrerin des Autos, in dem zwei Sprengstoffpakete entdeckt worden waren, eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Der mitangeklagte Mann wurde zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt.

Das Urteil fiel bereits am Dienstag, ist aber noch nicht rechtskräftig.

Sprengstoff bei Verkehrskontrolle entdeckt

Nach Darstellung der Anklage waren die beiden Ende Januar auf der A3 an der Ausfahrt Wörth/Wiesent im Landkreis Regensburg unterwegs. Ermittler gehen davon aus, dass sie vermutlich in Richtung Österreich fahren wollten, um dort einen Geldautomaten zu sprengen. Bei einer Kontrolle am frühen Morgen stießen Beamte der Verkehrspolizei Regensburg auf den Sprengstoff, der in einer Sporttasche transportiert wurde.

Autobahn stundenlang gesperrt

Nach dem Fund wurde die Autobahn über mehrere Stunden hinweg gesperrt, teils bis in den Berufsverkehr. Das gefährliche Material wurde noch vor Ort kontrolliert gesprengt. Die beiden Insassen des Fahrzeugs nahm die Polizei fest.

Im Zuge der Ermittlungen entstand rasch der Verdacht, dass der Fall mit Banden in Verbindung stehen könnte, die auf Geldautomatensprengungen spezialisiert sind.

Kein Schuldspruch wegen Bandendiebstahls

Von dem ebenfalls angeklagten Vorwurf der Verabredung zu einem schweren Bandendiebstahl wurden die beiden Angeklagten jedoch nicht verurteilt, wie das Gericht weiter mitteilte.

Zu Beginn des Prozesses war die Staatsanwaltschaft noch davon ausgegangen, dass mindestens ein weiterer Beteiligter eine Rolle gespielt haben könnte. Dieser wurde zunächst jedoch nicht ermittelt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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