Fußball

Zoma weg? Klose jagt schon den nächsten Torjäger

Zoma fällt dem Club bis zur Winterpause aus – doch wer stopft jetzt die riesige Lücke beim 1. FC Nürnberg?

22.10.2026, 13:35 Uhr

Miroslav Klose hat im Fußball fast alles erlebt – vom früheren Zimmermann bis zum Weltmeister 2014. Als Trainer des 1. FC Nürnberg steht der 48-Jährige nun jedoch vor einer neuen Herausforderung: dem monatelangen Ausfall von Topstürmer Mohamed Ali Zoma.

Vor dem ausverkauften Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky) machte Klose deutlich, wie schwer der Verlust wiegt. "So einen Fall habe ich noch nicht gehabt", sagte der FCN-Coach vor dem Duell des Tabellenzweiten mit dem viertplatzierten FCK.

Böving, Lubach oder Ghrieb als Alternativen

Zoma hatte sich beim 1:1 in Cottbus am vergangenen Freitag die Schulter ausgekugelt und musste danach operiert werden. Der 22 Jahre alte italienische Nationalspieler, der in den ersten acht Saisonspielen sieben Tore erzielt hatte, wird den Nürnbergern voraussichtlich bis ins neue Jahr fehlen. Am Donnerstag meldete sich Zoma nach dem Eingriff selbst zu Wort, bedankte sich für die Unterstützung der Fans und kündigte an, nun hart zu arbeiten, um stärker zurückzukommen.

"Ihn können wir nicht eins zu eins ersetzen", betonte Klose. Für Nürnberg gehe es deshalb darum, die Lücke mit anderen Spielertypen und deren Qualitäten zu schließen. Als Optionen nannte der Trainer Rayan Ghrieb, William Böving und Rafael Lubach. "Auch die können einem Gegner richtig wehtun", sagte Klose.

Ghrieb hatte in Cottbus bereits in der Startelf gestanden, Böving war nach Zomas verletzungsbedingtem Aus noch in der ersten Halbzeit eingewechselt worden. Vor dem ersten kompletten Spiel ohne seinen Torjäger in dieser Saison sieht Klose seine Mannschaft dennoch bereit. "Ich habe das Gefühl, die Jungs brennen und wollen die Minuten nutzen. Das ist ein schönes Gefühl", sagte er.

Justvan gegen Lautern noch ohne Niederlage

Auch Spielmacher Julian Justvan traut dem Team zu, den Ausfall aufzufangen. "Momo hat uns mit seinen Qualitäten natürlich sehr geholfen. Trotzdem haben wir einen breiten Kader und genügend Spieler, die Verantwortung übernehmen und seine Aufgaben mit auffangen können", sagte der Offensivspieler, der gegen Kaiserslautern bislang ungeschlagen ist.

Nach zuletzt zwei Unentschieden wollen die weiterhin ungeschlagenen Nürnberger nun wieder einen Sieg einfahren. Klose forderte, weiter "mit breiter Brust" aufzutreten – gerade im eigenen Stadion. "Man will uns zu Hause schlagen, das dürfen wir nicht zulassen", sagte der Coach. Mit zehn Punkten aus vier Partien gehört der FCN daheim bislang zu den stärksten Teams der Liga.

Wiedersehen mit Lautern ohne große Sentimentalität

Besondere Emotionen verspürt Klose vor dem Wiedersehen mit seinem früheren Club inzwischen kaum noch. Gegen Kaiserslautern habe er mittlerweile oft genug gespielt. "Es wird zur Normalität", sagte der frühere Stürmer, der in Kaiserslautern den Sprung zum Profi schaffte. "Jeder weiß, wo ich herkomme und wo ich das Fußballspielen gelernt habe."

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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