Bayern

Umfrage: Viele Bayern fürchten KI

KI krempelt unser Leben rasant um – doch in Bayern wächst der Zweifel. Was denken die Menschen wirklich?

22.10.2026, 12:02 Uhr

Umfrage: Viele Menschen in Bayern blicken skeptisch auf Künstliche Intelligenz

Eine neue Umfrage zeigt, dass viele Bayerinnen und Bayern die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz eher mit Zurückhaltung sehen. 38 Prozent der Befragten erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den nächsten Jahren verschlechtern wird. 27 Prozent rechnen dagegen mit Verbesserungen, während 35 Prozent noch keine klare Meinung dazu haben. Das geht aus einer Erhebung des Instituts Civey im Auftrag des Genossenschaftsverbands Bayern hervor. Dafür wurden mehr als 3.000 Menschen im Freistaat befragt.

Im Detail gehen knapp 9 Prozent von einer klaren Verbesserung durch KI aus, gut 18 Prozent erwarten eher positive Folgen. Auf der anderen Seite rechnen rund 21 Prozent mit eher negativen Auswirkungen, 17 Prozent sogar mit einer deutlichen Verschlechterung.

Der Vorsitzende des Verbands, Stefan Müller, erklärte, KI werde Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig prägen. Damit die Technologie ihr Potenzial entfalten könne, sei jedoch das Vertrauen der Bevölkerung entscheidend. Aus seiner Sicht müssen Politik und Wirtschaft deshalb noch stärker Aufklärungsarbeit leisten. Deutschland dürfe bei einer Schlüsseltechnologie nicht ins Hintertreffen geraten. Nötig seien innovationsfreundliche Bedingungen, verlässliche Regeln und ein breiter Kompetenzaufbau, damit Menschen sicher und selbstbewusst mit KI umgehen können.

„Heimatindex“ leicht rückläufig

Für den jährlichen „Heimatindex“ ließ der Genossenschaftsverband außerdem die Zufriedenheit der Menschen in Bayern in verschiedenen Lebensbereichen untersuchen. Dazu zählen unter anderem die allgemeine Lebenszufriedenheit, die Beziehungen zu Freunden und Familie, Freizeitmöglichkeiten, Kultur und Bildung, Arbeit, finanzielle Lage, Wohnumfeld sowie technische Infrastruktur und Grundversorgung. Aus diesen Einzelwerten wird der Gesamtindex berechnet.

Im Vergleich zum Vorjahr sank dieser Wert geringfügig von 65 auf 64 Punkte. Trotz des leichten Rückgangs bleibt die Zufriedenheit mit dem Leben in Bayern damit auf einem insgesamt hohen Niveau. Auch die allgemeine Lebenszufriedenheit verringerte sich leicht und liegt nun bei 65 Punkten, zwei Punkte weniger als zuvor.

Die Online-Befragung wurde von Civey zwischen dem 19. August und dem 12. September durchgeführt. Neben 3.000 Teilnehmenden aus Bayern wurden auch 10.000 Menschen aus dem übrigen Bundesgebiet befragt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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