Großeinsatz in Mittelfranken offenbar durch weggeworfenen Müll ausgelöst
Der Großeinsatz wegen eines möglichen Sprengsatzes in Mittelfranken im August ist nach aktuellem Ermittlungsstand offenbar nicht durch eine Bombenattrappe, sondern durch entsorgten Müll ausgelöst worden. Ein Sprecher der Bundespolizei in Nürnberg erklärte, man gehe derzeit davon aus, dass die Gegenstände ohne böse Absicht weggeworfen wurden. Die Ermittlungen seien jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen.
Auslöser des Einsatzes waren verdächtige Objekte, die ein Techniker am 13. August im Gleisbett nahe dem Bahnhof Treuchtlingen entdeckt hatte. Daraufhin wurde der Bereich großräumig abgesperrt, umliegende Gebäude wurden evakuiert und der Bahnverkehr für mehrere Stunden unterbrochen. Spezialisten überprüften die Funde, unter anderem mit Hilfe eines Roboters, und gaben schließlich Entwarnung.
Gegenstände wohl zufällig neben den Gleisen gelandet
Nach Angaben der Bundespolizei handelte es sich bei den sichergestellten Objekten um eine mit Klebeband umwickelte Gaskartusche sowie ein daneben liegendes Handy. Zuvor hatten die „Nürnberger Nachrichten“ darüber berichtet.
Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Gegenstände absichtlich als Attrappe abgelegt worden seien. Inzwischen spricht jedoch vieles dafür, dass sie lediglich zufällig in der Nähe der Gleise entsorgt wurden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber