Bayern

Ab in den Süden? Hier droht in Bayern Mega-Stau

Pfingstferien starten – und auf den Straßen droht Chaos. Warum Autofahrer gerade am zweiten Wochenende gut planen müssen.

21.05.2026, 04:00 Uhr

ADAC warnt vor starkem Reiseverkehr zu Pfingsten in Bayern

Zum Beginn der Pfingstferien in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt rechnet der ADAC mit viel Verkehr auf den Autobahnen im Freistaat. Nach Einschätzung des Automobilclubs setzt die Reisewelle in Richtung Süden erfahrungsgemäß bereits am Freitagnachmittag ein und hält voraussichtlich bis einschließlich Pfingstmontag an.

Hohe Staugefahr auf den Hauptreiserouten

Da zeitgleich in drei Bundesländern die Ferien starten, dürften viele Urlauber unterwegs sein. Besonders belastet erwartet werden unter anderem die A3 zwischen Würzburg und Nürnberg sowie die klassischen Strecken nach Österreich: die A7 Richtung Füssen und Reutte, die A8 von München nach Salzburg, die A93 ins Inntal und die A95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen und Fernpass.

Umleitungen können problematisch werden

Autofahrer sollten sich bei Stau nicht automatisch auf alternative Routenvorschläge des Navis verlassen. In Teilen Oberbayerns und im Allgäu bestehen in Autobahnnähe Durchfahrtsverbote für Ausweichverkehr. Wer diese ignoriert, kann von der Polizei zurückgewiesen werden und im schlimmsten Fall ein Verwarnungsgeld von 50 Euro zahlen.

Auch in Tirol ist Vorsicht geboten: Dort gelten seit dem 1. Mai erneut Abfahrtssperren auf bestimmten Nebenstrecken, um Anwohner vor Ausweichverkehr zu schützen.

Rund um den 30. Mai drohen besonders lange Staus

Ein außergewöhnlich hohes Verkehrsaufkommen erwartet der ADAC rund um den 30. Mai. Ursache ist eine Demonstration auf der Brennerautobahn A13, wegen der die Strecke zwischen 11.00 und 19.00 Uhr gesperrt werden soll.

Der Rat des ADAC lautet deshalb, an diesem Tag nach Möglichkeit keine Autofahrt in Richtung Süden oder zurück einzuplanen. Nach Angaben der bayerischen Polizei kann die Sperrung nicht nur am 30. Mai selbst, sondern auch davor und danach zu noch längeren Staus auf bayerischen Autobahnen führen.

Bereits vor der Grenze sind Behinderungen zu erwarten

Die Polizei in Oberbayern geht davon aus, dass es schon vor den Grenzübergängen nach Österreich zu erheblichen Verkehrsproblemen kommen kann. Wer dennoch im Stau feststeckt, sollte Rettungsgassen konsequent freihalten, Ruhe bewahren und genügend Geduld mitbringen.

Bei Kontrollen der Ausweichfahrverbote will die Polizei laut eigenen Angaben mit Augenmaß vorgehen. Ziel sei es, Gefahrenlagen zu vermeiden und sicherzustellen, dass Rettungs- und Einsatzkräfte jederzeit handlungsfähig bleiben.

Gute Vorbereitung wird besonders wichtig

Nach Ansicht des ADAC zeigt die Lage rund um den 30. Mai, wie wichtig eine sorgfältige Planung längerer Autofahrten ist. Dazu gehört bei Reisen nach Österreich auch, die erforderliche Vignette möglichst schon vor der Abfahrt zu besorgen. Außerdem sollten Reisende ausreichend Getränke und Verpflegung dabeihaben sowie regelmäßige Pausen einplanen – besonders dann, wenn Kinder mitfahren.

Auch an den Flughäfen wird es voll

Nicht nur auf den Straßen, auch an Bayerns Flughäfen wird über die Pfingstferien mit großem Andrang gerechnet. In Nürnberg dürfte es etwas voller werden als im Vorjahr. Am Münchner Flughafen sind laut Mitteilung rund 15.000 Flüge geplant, davon allein etwa 2.500 Starts und Landungen am Pfingstwochenende. Nürnberg rechnet mit mehr als 1.800 Flügen, Memmingen mit rund 1.150 Ankünften und Abflügen.

Viele Reisende zieht es in den Süden. Besonders gefragt sind Spanien und die Türkei, ab Memmingen zudem Ziele in Südosteuropa. Wer mit dem Auto zum Flughafen München fährt, sollte seinen Parkplatz nach Möglichkeit vorab online reservieren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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