Blitzeinschlag löst Großbrand auf Hofgut im Landkreis Ansbach aus
Mit einem Großaufgebot von zeitweise rund 350 Einsatzkräften hat die Feuerwehr einen schweren Brand auf einem Hof in Wilburgstetten bekämpft. Nach Angaben der Leitstelle stürzte ein Giebel der Scheune bereits ein, ein weiterer sollte wegen der massiven Schäden mit einem Bagger abgetragen werden.
Zeitweise waren auch benachbarte Gebäude bedroht. Den Einsatzkräften gelang es jedoch, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Da das Feuer beim Eintreffen der Feuerwehr bereits weit fortgeschritten war, konnte der Stall nicht mehr betreten werden. Aus einem angebauten Stall wurden nach Polizeiangaben 28 Rinder gemeinsam mit Landwirten ins Freie gebracht. Vier Kälber starben. Menschen wurden nicht verletzt.
Schon bei der Ankunft der Feuerwehr stand der Dachstuhl des rund 300 Quadratmeter großen Gebäudes in Vollbrand. Mehrere Anrufer hatten beobachtet, dass ein Blitz eingeschlagen habe. Diese Vermutung hat sich inzwischen nach ersten Erkenntnissen der Polizei bestätigt: Demnach wurde das Feuer wohl durch einen Blitzeinschlag ausgelöst.
Die Löscharbeiten wurden durch die schwierige Wasserversorgung erschwert. Löschwasser musste über lange Schlauchleitungen aus der Wörnitz zur Einsatzstelle gepumpt werden. Die Nachlöscharbeiten sollten mit Unterstützung eines Baggers noch mehrere Stunden andauern.
Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber