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Peter Maffay schlägt Alarm gegen Radikale

Vor Gloria von Thurn und Taxis setzt Peter Maffay in Regensburg ein deutliches Zeichen – und sorgt für Aufsehen.

16.07.2026, 22:35 Uhr

Peter Maffay setzt in Regensburg ein Zeichen gegen Hass

Bei seinem Konzert im Rahmen der Regensburger Schlossfestspiele hat Rockmusiker Peter Maffay (76) für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben geworben und sich klar von extremen Haltungen distanziert. In der ersten Reihe saß Gastgeberin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis (66), die im Vorjahr AfD-Chefin Alice Weidel zu der Veranstaltungsreihe eingeladen hatte.

Maffay kündigte während des Auftritts an, an diesem Ort etwas deutlich machen zu wollen. Der Platz sei zwar wunderschön, zugleich aber auch mit Aussagen und Positionen verbunden, die er und sein Team nicht mittragen würden.

Deutliche Worte, viel Beifall

Der Musiker betonte, dass demokratische Regeln und das Grundgesetz respektiert werden müssten – insbesondere Artikel 1, der die Unantastbarkeit der Menschenwürde festschreibt. Das gelte unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Für diese Worte erhielt Maffay, der seit Jahren für Toleranz und Frieden eintritt, starken Applaus aus dem Publikum.

Zugleich stellte er klar, dass radikale, rassistische und menschenverachtende Ansichten für ihn nicht akzeptabel seien – unabhängig davon, ob sie von rechts, links oder aus der gesellschaftlichen Mitte kämen. Wenn es überhaupt eine radikale Haltung geben dürfe, dann nur die, Menschen auf Augenhöhe, respektvoll und ohne Hass zu begegnen. Anschließend beendete er seine Ansprache mit dem Wunsch, gemeinsam einen guten Abend auf einer gemeinsamen Basis zu erleben.

Festspiele immer wieder von Kritik begleitet

In der Vergangenheit war es bei den Schlossfestspielen mehrfach zu Protesten gekommen. Kritiker warfen Gloria von Thurn und Taxis unter anderem eine Nähe zu rechtsextremen Kreisen vor. Die Unternehmerin hat solche Vorwürfe in Interviews zurückgewiesen.

Peter Maffay bei Schlossfestspielen in Regensburg
Rockstar Peter Maffay bezog Stellung gegen radikale Positionen und für Frieden und Demokratie. Quelle: Ute Wessels/dpa

Auch 2025 gab es erneut Diskussionen, nachdem sie AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu einem Konzert von Vicky Leandros eingeladen hatte. Medienberichten zufolge erklärte Leandros damals, Weidel sei bei ihrem Auftritt nicht erwünscht. Von Thurn und Taxis hatte dazu mitgeteilt, sie kenne Weidel persönlich; die Einladung sei privat erfolgt.

Die Konzertreihe im Innenhof von Schloss St. Emmeram, dem Wohnsitz der Familie von Thurn und Taxis, läuft noch bis zum 19. Juli.

Für Peter Maffay war der Abend in Regensburg zugleich der Abschluss seiner Sommer-Open-Air-Reihe "Love Places". Im kommenden Jahr will er gemeinsam mit Johannes Oerding auf Tour gehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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