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Vierjährige tot: Jetzt steht die Mutter vor Gericht

Ein 4-jähriges Mädchen stirbt im Elternhaus – jetzt steht die Mutter wegen Mordes vor Gericht. Was geschah in jener Nacht?

05.11.2026, 03:30 Uhr

Vor dem Landgericht Traunstein hat eine 42 Jahre alte Mutter eingeräumt, ihre vierjährige Tochter getötet zu haben. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sagte sie, sie habe in ihrer Lage keinen Ausweg mehr gesehen. Die Frau nehme die Schuld vollständig auf sich und wolle bestraft werden. Am liebsten wolle sie in ein Gefängnis und nicht in eine psychiatrische Einrichtung.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, ihre Tochter Ende Februar mit einem Messerstich ins Herz getötet zu haben. Zuvor soll sie versucht haben, das Kind mit einem Kissen zu ersticken. Nach Angaben der Beschuldigten war das Mädchen am Tattag krank und deshalb nicht in der Kita.

Als Hintergrund der Tat gilt die Sorge der Frau, ihr Kind bei einer Scheidung an ihren Ehemann und dessen Familie zu verlieren. Einige Wochen zuvor hatte der Mann ihr demnach mitgeteilt, dass er sich trennen wolle. Die Angeklagte soll außerdem erklärt haben, sie habe sich gemeinsam mit ihrer Tochter das Leben nehmen wollen.

Die Staatsanwaltschaft geht weiterhin davon aus, dass die Frau wegen einer schweren depressiven Störung mit psychotischen Symptomen schuldunfähig ist. Nach eigenen Angaben hatte sie ihr Haus vor der Tat kaum noch verlassen.

Für das Verfahren sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte am 1. Dezember fallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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