Wirtschaft

KI-Boom füllt Hochtiefs Auftragsbücher wie nie zuvor

Rekord bei Hochtief: Warum ausgerechnet KI, Energie & Co. die Auftragsbücher des Baukonzerns explodieren lassen

05.11.2026, 15:30 Uhr

Hochtief meldet Rekord bei Auftragsbestand

Der Baukonzern Hochtief hat sich durch zahlreiche neue Projekte – unter anderem im Bereich Rechenzentren – einen so hohen Auftragsbestand gesichert wie nie zuvor. Wie das Unternehmen in Essen mitteilte, kletterte der Wert der noch auszuführenden Aufträge bis Ende September auf 90 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vorstandschef Juan Santamaría sprach von sehr guten Zukunftsaussichten. Der Manager steht zugleich an der Spitze der spanischen Hochtief-Mutter ACS. Allein im Geschäft mit Rechenzentren kamen laut Quartalsbericht in den vergangenen zwölf Monaten neue Aufträge im Umfang von fast 27 Milliarden Euro hinzu.

Wachstum bei Gewinn und Umsatz

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte Hochtief seinen operativen Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 752 Millionen Euro. Der Umsatz nahm um 14 Prozent auf mehr als 32 Milliarden Euro zu.

Als Treiber dieser Entwicklung nannte der Konzern die wachsende Nachfrage in vier wichtigen Zukunftsfeldern: Künstliche Intelligenz, Energie, Verteidigung und kritische Mineralien. Hochtief profitiere insgesamt weiterhin von einem hohen Bedarf an moderner Infrastruktur.

Neue Projekte in mehreren Weltregionen

Zu den jüngst gewonnenen Aufträgen zählen nach Unternehmensangaben Projekte für Rechenzentren in Asien, den USA und Europa. Hinzu kommen der Bau eines Sammlungs- und Forschungszentrums für das Museum für Naturkunde Berlin, Arbeiten am britischen Nuklearstandort Sellafield sowie der Ausbau eines Stromübertragungsnetzes in Australien.

Internationales Geschäft prägt den Konzern

Die Hochtief AG mit Sitz in Essen ist die Dachgesellschaft eines weltweit aufgestellten Baukonzerns. Ein Großteil des Geschäfts wird über die Auslandstöchter Turner in den USA und Cimic in Australien abgewickelt.

Ende September beschäftigte Hochtief rund 64.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Das waren knapp 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem 22. Juni gehört das Unternehmen außerdem wieder dem Dax an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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