Die Präsidentin des Bayerischen Landessozialgerichts, Edith Mente, warnt vor einem zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Erstellung von Klagen. In München sagte sie, KI sei für Bürgerinnen und Bürger, die rechtlichen Rat suchten, kein verlässlicher Helfer. Häufig sorge sie mit langen und wenig fokussierten Ausführungen eher für Unklarheit und könne Verfahren im Zweifel sogar verzögern.
Zugleich verwies Mente auf die anhaltend hohe Belastung der bayerischen Sozialgerichte. Die große Zahl an Verfahren sei inzwischen ein dauerhafter Zustand. Wer Klage einreichen wolle, solle sich deshalb auf das Wesentliche beschränken: das konkrete Ziel der Klage benennen und darlegen, welche Aspekte aus eigener Sicht bislang nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Eine weitergehende rechtliche Bewertung sei nicht erforderlich, da diese Aufgabe beim Gericht liege.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber