Sonderpass mit Trump-Porträt: US-Außenministerium erweitert Ausgabe
Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben wegen hoher Nachfrage weitere 250.000 Reisepässe drucken lassen, die ein Bild von Präsident Donald Trump zeigen. Die limitierte Edition kann nun nicht mehr nur in Washington beantragt werden, sondern ab dem 8. August auch an ausgewählten Orten wie Chicago, Dallas, Boston, Seattle und Houston. Die erste Auflage von 250.000 Exemplaren war ausschließlich in der Hauptstadt ausgegeben worden.
Offiziell begründet die Behörde die Aktion mit dem 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten. Im Inneren des Passes ist Trump mit ernster Miene und seiner Unterschrift abgebildet. Weshalb ausgerechnet der amtierende republikanische Präsident gewählt wurde und nicht etwa mehrere frühere Staatschefs, wurde nicht erläutert.
Immer mehr Projekte mit Trumps Namen oder Bild
Seit einiger Zeit mehren sich Vorhaben der US-Regierung, bei denen Trump im öffentlichen Raum besonders sichtbar gemacht wird. So stellte Finanzminister Scott Bessent zuletzt eine goldene 1-Dollar-Münze mit dem Porträt des Präsidenten in Aussicht. Zuvor hatte er auf X bereits einen von Trump veröffentlichten Entwurf eines 100-Dollar-Scheins geteilt, auf dem die Unterschriften des Präsidenten und des Ministers zu sehen waren.
Auch bei Orten und Einrichtungen häufen sich Umbenennungen mit Bezug zu Trump. Anfang Juli wurde der Flughafen von Palm Beach in Florida offiziell in „President Donald J. Trump International Airport“ umbenannt. Das bisherige Kürzel PBI wurde dabei durch DJT ersetzt – die Initialen des Präsidenten.
In den USA kommt es zwar häufiger vor, dass Flughäfen oder öffentliche Einrichtungen nach früheren Präsidenten benannt werden. Ungewöhnlich ist jedoch, dass solche Ehrungen bereits zu Lebzeiten oder sogar während der Amtszeit erfolgen. Beobachter sehen darin teils Parallelen zu Strategien, wie sie eher aus autoritär regierten Staaten bekannt sind.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber