Kontrollen an Tirols Grenzen wegen Brenner-Sperre angekündigt
Vor der geplanten Blockade am Brenner am 30. Mai will Tirol bereits an den Landesgrenzen Verkehrskontrollen durchführen. Das Bundesland teilte mit, dass Reisende im Transit möglichst gar nicht erst bis an Tirols Grenzen fahren sollten. Stattdessen sollten sie frühzeitig auf andere Strecken ausweichen, etwa schon am Inntaldreieck, bei Rosenheim oder im Raum Verona, erklärte Enrico Leitgeb, Leiter der Verkehrsabteilung der Polizei.
Die Brennerroute, eine der wichtigsten Alpenverbindungen in Nord-Süd-Richtung, wird am 30. Mai wegen einer Demonstration von 11 bis 19 Uhr vollständig gesperrt. Betroffen sind Autos, Lastwagen und Motorräder. Auch Ausweichrouten im Nahbereich stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung.
Einreiseverkehr könnte im Notfall begrenzt werden
Nach Angaben eines Sprechers der Tiroler Landesregierung dienen die Kontrollen an den Grenzen zunächst vor allem der Information. Autofahrer sollen über die Sperre und die Lage vor Ort aufgeklärt werden. Zurückweisungen seien vorerst nicht vorgesehen. Sollte es jedoch zu massiven Verkehrsproblemen kommen, die sogar die Versorgung Tirols beeinträchtigen, könnte der Einreiseverkehr dosiert werden.
Am Brenner selbst soll das Fahrverbot konsequent kontrolliert werden. Während der Sperre ist die Autobahn für den gesamten Verkehr unpassierbar. Wer auf kleinere Straßen ausweichen will, muss laut Leitgeb nachweisen können, dass er dem Ziel- oder Quellverkehr zuzurechnen ist.
Die Bevölkerung entlang des Brenners klagt seit Jahren über die hohe Verkehrsbelastung. Nun hat ein Gericht erstmals eine Demonstration direkt auf der Autobahn erlaubt. Organisiert wird der Protest von Karl Mühlsteiger, dem Bürgermeister von Gries am Brenner.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion